Rolls-Royce Aktie: UBS sieht massives Potenzial
Rolls-Royce hat sich an der Börse zu einem echten Highflyer entwickelt und den Wert innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Doch nach diesem rasanten Anstieg mehren sich die Stimmen, die vor einer sportlichen Bewertung warnen. Während die Schweizer Großbank UBS aufgrund neuer Wachstumstreiber das Kursziel deutlich anhebt, stellt sich für Anleger die Frage: Ist die Wachstumsstory bereits vollständig eingepreist oder bietet das neue Geschäftsfeld Power Systems weitere Fantasie?
Rüstung ist nicht der einzige Treiber
Zwar profitiert der Triebwerksbauer weiterhin von geopolitischen Spannungen und Forderungen nach höheren Verteidigungsausgaben, doch das wahre Wachstum verlagert sich. US-Präsident Donald Trump fordert eine massive Erhöhung des US-Verteidigungsetats, was der gesamten europäischen Branche Rückenwind verleiht. Dennoch betonte Finanzvorständin Helen McCabe, dass die dynamischsten Zuwächse aktuell nicht im Kerngeschäft Rüstung, sondern im Bereich Power Systems zu finden sind.
Besonders das Geschäft mit Rechenzentren entwickelt sich zu einer entscheidenden Säule. Der Auftragseingang in der Sparte Power Systems ist im Jahresvergleich um 85 Prozent gestiegen. Das Segment, das traditionell Motoren für Schiffe und U-Boote herstellt, erschließt hier durch den Energiehunger von KI-Anwendungen einen lukrativen neuen Markt.
Analysten uneins über Bewertung
Diese Entwicklung veranlasste UBS-Analyst Ian Douglas-Pennant dazu, sein Kursziel signifikant von 1.350 Pence auf 1.625 Pence anzuheben. Er prognostiziert für die Jahre 2024 bis 2028 ein Umsatzwachstum im Stromerzeugungsgeschäft von 26 Prozent. Bis 2028 könnte das operative Ergebnis (EBIT) in diesem Bereich um bis zu 60 Prozent zulegen.
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Demgegenüber stehen jedoch wachsende Sorgen bezüglich der Bewertung. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 36 wird Rolls-Royce deutlich teurer gehandelt als Branchenkollegen wie BAE Systems oder Babcock, deren KGVs unter 30 liegen. Analysten von Morningstar sehen den fairen Wert der Aktie deutlich unter dem aktuellen Kursniveau und warnen vor begrenztem Aufwärtspotenzial.
Kursentwicklung und Ausblick
Nach der massiven Rallye der letzten zwölf Monate (+117,17 %) gönnte sich die Aktie zuletzt eine Atempause und gab auf Wochensicht um 5,75 % auf 15,08 € nach. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt damit ebenfalls knapp 6 Prozent.
Der Fokus der Investoren richtet sich nun auf den 26. Februar 2026. An diesem Datum wird das Unternehmen seine Jahresergebnisse vorlegen. Zudem warten Marktbeobachter auf Updates zum Aktienrückkaufprogramm und Fortschritte bei den kleinen modularen Atomreaktoren (SMR), für die das Unternehmen bereits staatliche Unterstützung erhalten hat.
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