Rocket Lab USA Aktie: Stärke beweisen!
Rocket Lab startet mit einem dicken Vertrauensbeweis der US-Regierung ins Jahr 2026. Ein Großauftrag über 816 Millionen US-Dollar vom Space Development Agency (SDA) stärkt die Rolle des Unternehmens als Rüstungspartner im All – und verschiebt den Schwerpunkt klar in Richtung Satelliten- und Verteidigungsgeschäft. Doch wie robust ist dieser neue Wachstumspfad, wenn gleichzeitig das wichtige Neutron-Raketenprogramm hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurückbleibt?
Verteidigungsdeal als Wendepunkt
Kern der aktuellen Story ist der bestätigte SDA-Vertrag über 816 Millionen US-Dollar. Rocket Lab soll 18 Satelliten für die Tranche‑3‑Tracking-Layer der Behörde entwickeln und bauen. Damit rückt das Unternehmen ein gutes Stück weg vom Image eines reinen Startdienstleisters hin zu einem primären Auftragnehmer im Verteidigungsbereich.
Marktbeobachter sehen darin einen strategischen Meilenstein. Der Zuschlag zeigt, dass Rocket Lab nicht mehr nur bei kleineren, experimentellen Missionen mitspielt, sondern auch große Regierungsprogramme stemmen kann. Der Deal erhöht unmittelbar den Auftragsbestand und verschafft dem Unternehmen über mehrere Jahre planbare Erlöse – ein entscheidender Punkt für Investoren, die auf Sicht der nächsten Jahre kalkulieren.
Der neue Fokus im Verteidigungsgeschäft dürfte auch das Profil gegenüber institutionellen Anlegern verändern: Statt einzelner Startaufträge stehen nun wiederkehrende, langfristige Programme im Vordergrund.
Kursbild und Analystenstimmen
Die Aktie hat nach einem sehr starken Jahr 2025 zuletzt eine Verschnaufpause eingelegt. Nach einer Rally von rund 175 % über zwölf Monate liegt das Papier aktuell mit etwa 10 % Abstand unter seinem jüngsten 52‑Wochen-Hoch und notierte gestern bei 69,76 US‑Dollar. Auf Sicht von einem Jahr steht damit immer noch ein Plus von knapp 180 %, die Volatilität ist hoch.
Wichtige Kennzahlen im Überblick:
- Performance 12 Monate: ca. +179 %
- Abstand zum 52‑Wochen‑Tief: über +300 %
- RSI (14 Tage): 85,1 (klar überkauft)
- 30‑Tage-Volatilität (annualisiert): knapp 95 %
Die Bewertung spiegelt also hohe Erwartungen wider. Analysten bleiben dennoch überwiegend positiv:
Needham hat das Kursziel auf 90 US‑Dollar angehoben, Stifel sieht die Aktie bei 85 US‑Dollar. Beide Häuser begründen ihre Zuversicht vor allem mit der erwarteten finanziellen Wirkung der neuen Verteidigungsverträge und der Fähigkeit des Managements, größere Programme umzusetzen.
Die jüngste Schwächephase im Dezember – ein Rückgang von rund 11 % in Richtung der aktuellen Kursregion – wurde im Markt überwiegend als technische Reaktion auf überkaufte Bedingungen interpretiert. Der Bereich um 69–70 US‑Dollar fungiert derzeit als wichtige Unterstützungszone, während der Kurs deutlich über seinem 50‑ und 200‑Tage-Durchschnitt liegt.
Neutron-Verzögerung als Risiko
Während das Satellitengeschäft den Takt vorgibt, läuft im Startsegment nicht alles nach Plan. Die erste Mission der neuen Neutron-Rakete, die ursprünglich ambitionierter terminiert war, ist nun fest für 2026 vorgesehen.
Neutron ist für Rocket Lab strategisch entscheidend:
Mit dieser mittelgroßen Trägerrakete will das Unternehmen in direkte Konkurrenz zu SpaceX treten, um größere Satellitenkonstellationen und schwerere Nutzlasten – insbesondere im Verteidigungsbereich – bedienen zu können. Verzögerungen verschieben potenzielle Erlösströme nach hinten und erhöhen das Ausführungsrisiko des Gesamtplans.
Anleger wägen daher ab, wie stark die unmittelbaren Einnahmen aus dem Satelliten- und Verteidigungsgeschäft die Verzögerungen bei Neutron kompensieren können. Positiv wirkt dabei, dass die kleinere Electron-Rakete 2025 eine hohe Erfolgsquote gezeigt hat und damit ein operativ stabiles Fundament liefert.
Wachstum ja, Profitabilität noch nicht
Operativ blickt Rocket Lab auf ein starkes Jahr 2025 zurück. Der Umsatz lag bei rund 600 Millionen US‑Dollar, was einem Wachstum von knapp 48 % im Jahresvergleich entspricht. Die Dynamik bestätigt, dass die Erweiterung in Richtung Raumfahrtsysteme und Satellitenproduktion greift.
Allerdings schreibt das Unternehmen weiterhin Verluste. Die Nettomarge ist negativ, Profitabilität bleibt vorerst ein offener Baustellenpunkt. Für viele Wachstumsinvestoren ist das angesichts hoher Zuwachsraten akzeptabel, erhöht aber die Sensibilität für mögliche Rückschläge bei Großprojekten wie Neutron oder weiteren Regierungsaufträgen.
Ein weiterer Aspekt, den der Markt aufmerksam verfolgt, ist die Insideraktivität. In den vergangenen sechs Monaten haben Führungskräfte – darunter CEO Peter Beck – Aktien im Volumen von über 150 Millionen US‑Dollar verkauft. Solche Transaktionen können zwar Teil langfristig geplanter Verkaufsprogramme (10b5‑1‑Pläne) sein, die Größenordnung während einer ausgeprägten Kursrally fällt jedoch auf und wird von Beobachtern registriert.
Ausblick auf 2026
Zum Start in 2026 steht Rocket Lab an einem spannenden Punkt: Auf der Habenseite stehen ein Rekordjahr beim Umsatz, ein milliardenschwerer Verteidigungsauftrag und ein stark gewachsenes Satellitengeschäft. Auf der Gegenseite stehen die verschobene Neutron-Erstmission, anhaltende Verluste und ein auffälliges Volumen an Insiderverkäufen.
Die nächsten Quartale werden vor allem zeigen, wie schnell der 816-Millionen‑Vertrag in konkrete Umsätze übersetzt werden kann und ob der überhitzte technische Zustand der Aktie – sichtbar etwa im hohen RSI – sich eher durch Seitwärtsphasen oder erneute Korrekturen abbaut. Entscheidend für die mittelfristige Bewertung dürften zudem belastbare Fortschritte im Neutron-Programm sein, das für das Erschließen größerer Marktsegmente im Launch-Geschäft unerlässlich bleibt.
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