Rocket Lab steht zwischen zwei Welten: Auf der einen Seite läuft das etablierte Elektron-Geschäft stabil und liefert neue Rekorde. Auf der anderen Seite sorgt ein technischer Rückschlag beim Neutron-Träger für Fragezeichen in der Wachstumsstory. Genau dieser Kontrast bestimmt derzeit, wie der Markt die Aktie bewertet.

Neutron-Rakete: Rückschlag im Kernprogramm

Auslöser der aktuellen Unsicherheit ist ein Testfehler im Neutron-Programm. Bei einem Qualifikationstest platzte ein Tank der ersten Stufe – ausgerechnet in einer Phase, in der die zentrale Struktur des neuen Trägersystems validiert werden sollte.

Der Vorfall zwingt das Unternehmen zu einer umfassenden Datenanalyse. Wichtig: Rocket Lab hat angekündigt, beim nächsten Earnings Call einen aktualisierten Entwicklungs- und Startzeitplan für Neutron vorzulegen.

Damit rückt aus Anlegersicht ein zentrales Thema in den Fokus:

  • Neutron ist das Schlüsselprojekt für den mittelgroßen Trägermarkt
  • Verzögerungen würden die mittelfristigen Wachstumspläne direkt betreffen
  • Der Zeitpunkt des Erststarts gilt als entscheidender Meilenstein für die künftige Ertragsbasis

Die Möglichkeit, dass sich der erste Neutron-Start verschiebt, ist aktuell der wichtigste Belastungsfaktor für die Aktie.

Elektron bleibt Erfolgsbaustein

Parallel dazu läuft das Kerngeschäft mit der kleineren Elektron-Rakete weiter rund. Rocket Lab hat seine 80. Elektron-Mission erfolgreich abgeschlossen – zugleich der erste Start des Jahres 2026.

Bei diesem Flug wurden zwei Satelliten des Neukunden Open Cosmos in einen hochgelegenen Orbit ausgesetzt. Die Mission unterstreicht die Flexibilität des Trägers und seine Rolle im Markt für kleine Satelliten.

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Elektron festigt damit ihren Status als:

  • zweithäufigst gestartete US-Rakete gemessen an der Anzahl der Flüge pro Jahr
  • etabliertes und verlässliches System im Small-Sat-Segment

Für Investoren steht damit ein bewährtes, cash-wirksames Geschäft einem noch unbewiesenen, aber strategisch entscheidenden Zukunftsprojekt gegenüber.

Analysten bleiben konstruktiv

Trotz des technischen Rückschlags bleibt die Sell-Side überwiegend positiv gestimmt. Mehrere Investmentbanken haben ihre Kursziele angehoben oder Einstufungen verbessert und verweisen auf Rückenwind für die Branche und bedeutende Verträge im Auftragsbuch.

Konkrete Zielmarken aus der jüngsten Vergangenheit:

  • Bank of America: Kursziel 120 US-Dollar
  • TD Cowen: angehobenes Kursziel auf 100 US-Dollar
  • Morgan Stanley: Hochstufung auf „Overweight“ mit neuem Ziel bei 105 US-Dollar

Analysten begründen ihre Zuversicht im Wesentlichen mit dem strukturellen Wachstum des Raumfahrtsektors und der starken Position von Rocket Lab im Kleinsatellitenmarkt – verbunden mit der Option auf zusätzlichen Hebel, sobald Neutron einsatzbereit ist.

Deutliche Rally, aber mit Nervenkitzel

An der Börse spiegelt sich die Gemengelage aus Erfolg und Risiko in hoher Volatilität wider. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten extrem stark zugelegt, notiert aber seit dem Rekordniveau vom 16. Januar spürbar darunter.

Heute liegt der Kurs bei 86,09 US-Dollar, rund 11 % unter dem jüngsten 52‑Wochen-Hoch von 96,30 US-Dollar. Gleichzeitig zeigt der starke Abstand zu den gleitenden Durchschnitten und ein überhitzter RSI, dass die Aufwärtsbewegung der vergangenen Monate kräftig, aber schwankungsanfällig war.

Entscheidung auf dem nächsten Earnings Call

Der kommende Earnings Call markiert nun einen klaren Wendepunkt für die Story. Rocket Lab will dann konkretisieren, wie der Zeitplan für Neutron nach dem Tankversagen aussieht und welche Auswirkungen das auf Entwicklungs- und Starttermine hat.

Für die Bewertung der Aktie wird entscheidend sein, ob das Management einen glaubwürdigen, nur moderat verschobenen Pfad für Neutron präsentieren kann – oder ob sich abzeichnet, dass sich der Einstieg in den mittelgroßen Trägermarkt deutlich weiter nach hinten verschiebt.

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