Rock Tech Lithium Aktie: Projekte nachgeschärft
Rock Tech Lithium feilt sichtbar an der Wirtschaftlichkeit seiner Lithium-Konverter in Deutschland und Kanada. Im Kern geht es um zwei Hebel: niedrigere Kosten in Guben und mehr Rückenwind durch Förderprogramme in Ontario. Genau diese Kombination entscheidet, wie schnell die Projekte in Richtung Umsetzung kommen.
Guben: Weniger Investitionsbedarf, niedrigere Produktionskosten
Für das vollständig genehmigte Konverterprojekt in Guben (Deutschland) meldete das Unternehmen Ende 2025 konkrete Optimierungen. Im Mittelpunkt steht eine spürbare Entlastung bei den Investitionen: Die geschätzten CapEx sinken um 50 Mio. Euro – von 730 Mio. auf 680 Mio. Euro.
Schon zuvor hatte Rock Tech eine modellierte Senkung der laufenden Kosten (OpEx) um 23% kommuniziert. Damit würde der kalkulierte Aufwand zur Herstellung von Lithiumhydroxid von rund 5.033 Euro je Tonne auf 3.878 Euro je Tonne fallen. Solche Werte sind für die Projektlogik entscheidend, weil sie direkt beeinflussen, wie robust die Marge bei schwankenden Lithiumpreisen ausfallen kann.
Erreicht werden sollen die Einsparungen laut Unternehmen durch eine umfassende Überarbeitung – unter anderem beim Anlagendesign, bei Lagerkapazitäten und bei der Prozesstechnologie. Zusätzlich wurde eine unverbindliche Absichtserklärung (MoU) mit Sichuan Calciner Technology unterzeichnet, um mögliche Engineering-Zusammenarbeit zu prüfen. Das könnte die Effizienz weiter verbessern, ist aber noch nicht bindend.
Energie, EU-Status und Kanada-Förderung: Rückenwind an mehreren Fronten
Auch beim Thema Energieversorgung setzt Rock Tech einen Akzent: Bereits im August 2025 wurde eine Partnerschaft mit ENERTRAG SE geschlossen. Ab 2030 sollen mindestens 50% des Strombedarfs des Konverters aus neuen Wind- und PV-Anlagen kommen. Erwartet wird dadurch eine Reduktion der indirekten CO₂-Emissionen um etwa 50%.
Zudem erhielt das Guben-Projekt den Status als „Strategic Project“ unter dem EU-Gesetz zu kritischen Rohstoffen (Critical Raw Materials Act). Das kann den Zugang zu Finanzierungsoptionen erleichtern – eine automatische Zusage ist damit aber nicht verbunden.
In Kanada treibt Rock Tech parallel den geplanten Konverter in Red Rock (Ontario) voran. Das Vorhaben passt zur Stoßrichtung des CAD-500-Mio.-Programms der Provinz zur Förderung von Verarbeitungskapazitäten bei kritischen Mineralien. Konkreter ist bereits eine Förderung aus dem Critical Minerals Innovation Fund: C$388.074 fließen in eine Zusammenarbeit mit Queen’s University und Stark Technologies. Ziel ist ein neues Erzsortierverfahren für niedriggradigen Spodumen aus dem eigenen Georgia-Lake-Projekt, um auch geringere Gehalte wirtschaftlich nutzbar zu machen.
Wichtige Punkte im Überblick:
- CapEx in Guben: -50 Mio. Euro auf 680 Mio. Euro
- Modellierte OpEx-Senkung: -23% (Kosten je Tonne Lithiumhydroxid: 5.033 → 3.878 Euro)
- Strommix ab 2030: mindestens 50% aus neuen Wind-/PV-Anlagen
- Kanada: C$388.074 Förderung für Technologiekooperation (Erzsortierung)
Marktumfeld und Absatz: Warum Offtake-Verträge zählen
Die Unternehmensnews fallen in eine Phase, in der sich der Lithium-Markt laut einigen Analysten wieder drehen könnte: Nach Preisdruck wird teils erwartet, dass der Markt ab 2026 vom Überschuss in ein Defizit kippen könnte – getrieben durch steigende Nachfrage aus E-Mobilität und Energiespeichern.
Für Rock Tech ist in diesem Umfeld entscheidend, dass bereits ein bindender Abnahmevertrag (Offtake) mit Mercedes-Benz besteht: Er sichert durchschnittlich 10.000 Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr aus dem Guben-Konverter ab. Zusätzlich laufen Gespräche über weitere Abnahmevereinbarungen für die geplante Produktion.
Am Markt blieb die Aktie zuletzt trotzdem volatil: Am Freitag schloss sie bei 1,07 CAD (Tag: -7,76%). Nach dem starken Lauf der letzten Wochen wirkt der Fokus nun klar: Kosten runter, Finanzierung und Abnahme hoch – dann steigt die Chance, dass aus den Plänen in Guben und Red Rock tatsächlich belastbare Industrieprojekte werden.
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