Rio Tinto Aktie: Klima-Abteilung aufgelöst
Der Bergbaugigant Rio Tinto baut seine internen Strukturen grundlegend um und streicht dabei seine eigenständige Abteilung für Dekarbonisierung. Obwohl das Ziel, die Emissionen bis 2030 zu halbieren, offiziell bestehen bleibt, schrumpft das dazugehörige Budget drastisch zusammen. Die Verantwortung für grüne Energieprojekte wandert nun direkt in die operativen Geschäftsbereiche.
Verantwortung rückt an die Basis
Das Aluminium- und Lithium-Team unter der Leitung von Jérôme Pécresse übernimmt ab sofort die Aufgabe der energetischen Umrüstung. Dazu gehört vor allem das energieintensive Tomago-Schmelzwerk an der australischen Ostküste. Laut Unternehmensangaben sollen Entscheidungen künftig dort getroffen werden, wo die eigentliche Arbeit stattfindet. Doppelstrukturen fallen weg.
Das Team steuert nun ein Investitionsvolumen von einer Milliarde US-Dollar für Effizienzsteigerungen in Tomago, nachdem kürzlich ein Stromabkommen mit der Regierung zur Nutzung von erneuerbaren Energien geschlossen wurde. Auch über die Zukunft des Kohlekraftwerks Gladstone, das möglicherweise 2029 vom Netz geht, wird nun direkt in dieser Abteilung entschieden.
Milliarden-Budget schrumpft zusammen
Der organisatorische Umbau markiert den vorläufigen Höhepunkt einer schrittweisen Budgetkürzung beim Klimaschutz. Ursprünglich plante Rio Tinto direkte Investitionen von rund 7,5 Milliarden US-Dollar zwischen 2022 und 2030, um die eigenen CO2-Emissionen um 50 Prozent zu senken. Unter CEO Simon Trott wurde dieser Rahmen nun auf lediglich 1 bis 2 Milliarden US-Dollar zusammengestrichen. Trotz dieser tiefgreifenden strategischen Umwälzungen zeigt sich die Aktie robust und verzeichnet auf Jahressicht ein solides Plus von gut 26 Prozent.
Der Konzern ändert seine Taktik grundlegend. Anstatt selbst hohe Summen in die Hand zu nehmen, verlässt sich Rio Tinto verstärkt auf Verträge mit externen Entwicklern erneuerbarer Energien. Diese Partner sollen das finanzielle Risiko tragen und dem Bergbauunternehmen die nötigen CO2-Einsparungen vertraglich zusichern.
Diese schlankere Linie zeigt sich auch bei konkreten Forschungsprojekten. Die Arbeiten an der geplanten BioIron-Pilotanlage wurden wegen technischer Herausforderungen pausiert. Stattdessen fließen nun gut 35 Millionen Australische Dollar in eine deutlich kleinere Demonstrationsanlage für grünes Eisen in Kwinana.
Die Auflösung der Klima-Abteilung fügt sich nahtlos in die breitere Strategie von Simon Trott ein, den Konzern auf die drei Kernbereiche Eisenerz, Kupfer sowie Aluminium und Lithium zu fokussieren. Für Investoren bedeutet dieser Schritt einen klaren Paradigmenwechsel: Rio Tinto lagert das finanzielle Risiko der Energiewende zunehmend aus und setzt auf operative Effizienz statt auf teure interne Leuchtturmprojekte.
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