Die Gespräche zwischen Rio Tinto und Glencore sind heute endgültig gescheitert. Der britische Bergbaukonzern teilte am Donnerstag mit, dass keine Einigung erzielt werden konnte, die einen Mehrwert für die Aktionäre gebracht hätte. Glencore warf Rio Tinto im Gegenzug eine Unterbewertung vor – der schweizerische Konzern habe einen zu hohen Anteil am fusionierten Unternehmen beansprucht.

Die Märkte reagieren prompt: Die Rio Tinto-Aktie gibt im Londoner Handel 2,13 Prozent auf 68,56 Pfund ab. Noch härter trifft es Glencore – dort brechen die Titel zeitweise um 7,4 Prozent auf 4,73 Pfund ein.

Streit um Führung und Prämie

Bereits gestern hatte die „Financial Times" gemeldet, dass die Verhandlungen auf der Kippe standen. Im Zentrum des Konflikts: Rio Tinto forderte, sowohl den Verwaltungsratspräsidenten als auch den Vorstandsvorsitzenden des fusionierten Unternehmens stellen zu dürfen. Glencore wiederum pochte auf eine hohe Übernahmeprämie.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rio Tinto?

Das britische Takeover Panel hatte Rio Tinto eine Frist bis zum heutigen 5. Februar gesetzt, um sich als potenzieller Bieter zu äußern. Diese Deadline ist nun verstrichen – ohne Ergebnis. Ursprünglich war geplant, dass Rio Tinto den schweizerischen Konzern kauft und damit einen globalen Bergbau-Giganten schaffen würde.

Neue Fördermethoden im Fokus

Unabhängig vom gescheiterten Zusammenschluss steht die Kupferindustrie vor grundlegenden Veränderungen. Rio Tinto und andere große Produzenten wie Freeport-McMoRan setzen zunehmend auf neue Gewinnungsmethoden. Sogenannte Leaching-Verfahren ermöglichen es, Kupfer aus Abraum zu extrahieren – und das günstiger als mit klassischen Fördermethoden.

Hintergrund ist die steigende Nachfrage nach dem Rohstoff, der in Rechenzentren, Elektroautos und Stromnetzen dringend benötigt wird. Gleichzeitig liefern neue Minen kaum Nachschub, die Vorräte schrumpfen. Erste Großkunden wie Amazon sind bereits bei den innovativen Förderprojekten an Bord.

Die Norges Bank, Norwegens Staatsfonds, hält unterdessen eine Position von 2,23 Prozent an Rio Tinto plc – insgesamt rund 28,11 Millionen Aktien. Dies geht aus einer Pflichtmitteilung vom gestrigen 4. Februar hervor.

Rio Tinto-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rio Tinto-Analyse vom 05. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Rio Tinto-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rio Tinto-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 05. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rio Tinto: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...