Rio Tinto Aktie: Mega-Merger im Fokus
Rio Tinto steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung: Bis Anfang Februar läuft die Frist für ein mögliches Übernahmeangebot für Glencore. Im Raum steht ein Zusammenschluss, der die Rohstoffbranche dauerhaft verändern könnte. Parallel dazu sorgen frische Analysten-Upgrades für zusätzlichen Rückenwind.
- Vorläufige Fusionsgespräche mit Glencore seit dem 8. Januar
- Frist nach britischem Übernahmerecht: Entscheidung bis 5. Februar, 17:00 Uhr
- Geplante All-Share-Fusion, kombinierter Unternehmenswert über 210 Milliarden US-Dollar
- Deutlicher Ausbau des Kupfergeschäfts als strategischer Kernpunkt
- Mehrere Banken haben die Aktie zuletzt auf „Kaufen“ hochgestuft
Der mögliche Zusammenschluss mit Glencore
Treiber der aktuellen Entwicklung sind die laufenden, vorläufigen Gespräche über eine mögliche Kombination mit Glencore. Nach den britischen Übernahmeregeln hat Rio Tinto bis 5. Februar um 17:00 Uhr Zeit, eine feste Absicht für ein Angebot zu veröffentlichen oder die Pläne offiziell zu beenden.
Das bevorzugte Modell wäre eine Aktientransaktion, bei der Rio Tinto Glencore im Rahmen einer reinen Aktienfusion übernimmt. Der Wert des gemeinsamen Unternehmens läge bei über 210 Milliarden US-Dollar.
Strategisch steht Kupfer im Mittelpunkt. Das Metall gilt als Schlüsselrohstoff für Energiewende und Ausbau von KI-Infrastruktur. Im Erfolgsfall würde sich die Kupferproduktion von Rio Tinto auf rund 1,7 Millionen Tonnen pro Jahr etwa verdoppeln, mit einer Perspektive auf mehr als 2 Millionen Tonnen bis 2030. Damit entstünde ein Schwergewicht für Industrie- und Transformationsmetalle.
Analysten werden optimistischer
Am Freitag haben mehrere Finanzinstitute ihre Einschätzung zu Rio Tinto angehoben. Die DZ Bank vergab ein „Buy“-Rating. Ebenfalls am selben Tag stufte die Erste Group von „Hold“ auf „Buy“ hoch.
Die Erste Group verwies auf eine im Branchenvergleich hohe Eigenkapitalrendite, eine aus Analystensicht attraktive Bewertung und eine robuste Dividendenrendite. Zusätzlich erwartet der zuständige Analyst ein stärkeres Umsatzwachstum im Jahr 2026, unter anderem durch steigende Kupferproduktion in Mongolei-Projekten.
Branchenkontext: Kupfer im Mittelpunkt
Die Fusionspläne sind eingebettet in einen breiteren Konsolidierungstrend im Rohstoffsektor. Viele Unternehmen sichern sich frühzeitig Zugang zu Metallen, die für Dekarbonisierung und Elektrifizierung als unverzichtbar gelten.
Für Kupfer werden teilweise deutliche Angebotsdefizite ab 2027 prognostiziert. Diese Erwartung, kombiniert mit der starken Nachfrage, stützt die Preise und unterstreicht die strategische Bedeutung eines größeren Kupferportfolios.
Ein Zusammenschluss dieser Größenordnung würde jedoch intensiv von Wettbewerbsbehörden geprüft. Besonders in China, einem der größten Abnehmer von Eisenerz und Kupfer, dürfte der Einfluss auf Marktstruktur und Preisbildung genau analysiert werden. Erschwerend kommen die duale Börsennotierung von Rio Tinto und mögliche Auflagen hinzu, etwa der Verkauf bestimmter Vermögenswerte wie der Kohlesparte von Glencore.
Nächste Termine und Ausblick
Kurzfristig dreht sich für Rio Tinto vieles um die Frist am 5. Februar. Das Management muss entscheiden, ob ein verbindliches Angebot für Glencore vorgelegt oder der Fusionspfad verlassen wird – mit jeweils deutlichen Konsequenzen für Strategie und Marktposition.
Operativ läuft das Geschäft bislang solide. Zuletzt meldete der Konzern eine Rekordproduktion von Eisenerz im Pilbara-Gebiet. Der nächste wichtige Termin ist die Veröffentlichung der Zahlen für das Gesamtjahr 2025, die um den 18. Februar erwartet wird. Dann liegt ein klareres Bild der finanziellen Ausgangslage vor, mit der Rio Tinto in diese mögliche Neuordnung der Branche geht.
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