Rheinmetall Aktie: Neue Impulse
Rheinmetall bleibt dank prall gefüllter Auftragsbücher stark im Rüstungsgeschäft – jetzt kommt mit grünen Wasserstoff-Plänen ein weiterer Wachstumstreiber hinzu. Gleichzeitig untermauern mehrere Analysten ihre optimistischen Einschätzungen. Wie solide ist diese Kombination aus Defense-Boom und Energiewende-Fantasie?
Wasserstoff-Pilotprojekt als strategische Ergänzung
Der Konzern erweitert sein Profil über das klassische Verteidigungsgeschäft hinaus und setzt stärker auf erneuerbare Energien. Geplant ist ein Pilotprojekt zur Erzeugung von grünem Wasserstoff mit Start im Jahr 2027.
Am Markt kommt das gut an: Die Initiative wird als strategische Weichenstellung gesehen, die
- das Geschäftsmodell breiter aufstellt,
- die Nutzung der eigenen Technologiekompetenz in einem Zukunftsmarkt zeigt,
- und die Abhängigkeit vom reinen Rüstungsgeschäft reduziert.
Gerade vor dem Hintergrund politischer Diskussionen über Verteidigungsausgaben dürfte diese zusätzliche Säule für manche Investoren ein Pluspunkt sein.
Analysten bleiben zuversichtlich
Trotz der starken Kursentwicklung der vergangenen Monate bleibt das Bild der Research-Häuser überwiegend positiv. Mehrere Institute haben ihre Kursziele angepasst, ohne den grundsätzlichen positiven Blick zu revidieren:
- Deutsche Bank Research bestätigt „Buy“ mit einem Kursziel von 2.100 Euro.
- Die DZ Bank senkt den fairen Wert leicht von 2.385 auf 2.290 Euro und bleibt bei „Kaufen“.
- Bernstein Research reduziert das Kursziel moderat auf 2.000 Euro und stuft weiter mit „Outperform“ ein.
Selbst das niedrigste der genannten Kursziele liegt damit klar über dem aktuellen Kursniveau von rund 1.754 Euro. Aus Analystensicht bleibt also weiteres Aufwärtspotenzial vorhanden, auch wenn die Luft nach dem starken Anstieg der vergangenen zwölf Monate dünner geworden sein dürfte.
Starke Auftragsbasis im Kerngeschäft
Das Rückgrat der Investmentstory bleiben die Defense-Aufträge. Bundeswehr und internationale Kunden sorgen für eine außergewöhnlich gut gefüllte Pipeline:
- Puma-Schützenpanzer: Großauftrag über 200 Fahrzeuge mit einem Volumen von rund 4,2 Milliarden Euro.
- RCH 155 Radhaubitzen: Bestellung von 84 Systemen im Wert von etwa 1,2 Milliarden Euro, Auslieferung zwischen 2027 und 2029.
Diese Langfristverträge sichern Umsätze und Margen bis weit in die zweite Hälfte des Jahrzehnts. Kein Wunder, dass der Titel zuletzt deutlich zugelegt hat: Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von rund 185 Prozent zu Buche.
Charttechnik: Trend intakt, Überhitzung möglich
Charttechnisch bewegt sich die Aktie weiter klar im Aufwärtstrend. Mit rund 1.754,50 Euro notiert sie spürbar über dem 50-Tage-Durchschnitt von 1.601,11 Euro. Auch der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 1.702,92 Euro ist mit gut 3 Prozent positiv, was den intakten Aufwärtstrend bestätigt.
Gleichzeitig zeigen die technischen Indikatoren eine ambitionierte Lage:
- Der 14-Tage-RSI liegt bei 83,7 und signalisiert einen überkauften Bereich.
- Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von über 80 Prozent unterstreicht die hohen Schwankungen.
Das 52-Wochen-Hoch bei 1.995 Euro ist noch ein Stück entfernt, der Kurs liegt rund 12 Prozent darunter. Kurzfristig könnte die Dynamik daher schwanken, ohne dass der übergeordnete Trend infrage gestellt wird.
Fazit: Breite Story mit klarer Basis
Rheinmetall verbindet derzeit zwei starke Elemente: Ein außergewöhnlich gut abgesichertes Kerngeschäft im Verteidigungsbereich und eine strategische Öffnung in Richtung grüner Wasserstoff. Die großen Aufträge bei Schützenpanzern und Artilleriesystemen liefern Planungssicherheit, während das geplante Wasserstoff-Pilotprojekt ab 2027 zusätzliche Fantasie in einem politisch gewollten Zukunftsmarkt bringt.
Flankiert wird das Ganze von überwiegend positiven Analystenstimmen und einem technisch intakten Aufwärtstrend – auch wenn die aktuellen Indikatoren auf eine gewisse Überhitzung hinweisen. Entscheidend wird in den kommenden Quartalen sein, dass Rheinmetall die bestehenden Rüstungsprojekte operativ sauber umsetzt und die Wasserstoff-Pläne wie angekündigt Richtung Projektstart vorantreibt.
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