Immerhin rund 3,5 % schaffte die Aktie der Rheinmetall am Dienstag an den Märkten. Die Notierungen sind damit auf ein Niveau von 1455 Euro geklettert. Das ist eine durchaus starke Erholung, da die Aktie noch vor Beginn des Dienstags um rund -9,4 % verloren hatte. Der Titel bleibt zwar absolut angeschlagen, aber der Markt beginnt zumindest, sich zu erholen.

Rheinmetall: Die Wende kann kommen

Dabei war der Wert gerade in den vergangenen Tagen erheblich unter Druck geraten. Die operative Realität holt selbst einen der aktuell gefragtesten Rüstungskonzerne Europas ein. Rheinmetall steht mit einem Rekordauftragsbestand von rund 64 Milliarden Euro so stark da wie nie zuvor, doch ausgerechnet bei einem zentralen Zukunftsprojekt zeigen sich nun deutliche Verzögerungen.

Im Mittelpunkt steht das Flugabwehrsystem Skyranger 30, das als Schlüsseltechnologie im Umgang mit Drohnen und tieffliegenden Bedrohungen gilt. Die Bundeswehr hatte auf eine zügige Einführung gesetzt, doch genau hier gerät der Zeitplan ins Wanken. Statt einer schnellen Verfügbarkeit verschiebt sich die Auslieferung nach aktuellen Einschätzungen um rund 18 Monate.

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Die Ursachen liegen in der industriellen Komplexität. Zum einen erweist sich die Integration des hochmodernen Turmsystems als technisch anspruchsvoller als geplant. Zum anderen zeigt sich ein Engpass bei den Trägerplattformen. Der Skyranger basiert auf dem Boxer-Fahrzeug, und genau dort entstehen Verzögerungen in der Lieferkette, die sich unmittelbar auf das Gesamtprojekt auswirken.

Diese Konstellation führt zu einer ungewöhnlichen Situation. Während Rheinmetall in anderen Bereichen – insbesondere bei Munition und klassischen Landsystemen – mit hoher Geschwindigkeit produziert und liefert, entsteht bei der mobilen Flugabwehr ein Rückstand gegenüber den eigenen Planungen.

Ungeachtet dieser operativen Hürden bleibt das fundamentale Umfeld stabil. Der Ausbau der Produktionskapazitäten läuft weiter, insbesondere im Bereich der Munitionsfertigung, wo Rheinmetall seine Rolle als zentraler Zulieferer weiter ausbaut. Es gibt nun zwar neue Konkurrenz, was den Markt durchaus irritierte, aber immerhin. Die Rheinmetall wird ein sehr ernsthafter Player am Markt bleiben.

Analysten haben im Großen und Ganzen ihre sehr hohen Kursziele (wohl auch daher) noch nicht korrigiert.

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