Während Rheinmetall mit der unbemannten Kampfdrohne „Ghost Bat“ in neue technologische Sphären vordringt, hakt es bei bestehenden Aufträgen. Die Bundeswehr muss länger als geplant auf das mobile Flugabwehrsystem „Skyranger 30“ warten. Anleger blenden diese operativen Hürden am Dienstag aus und treiben den Kurs um 3,57 Prozent auf 1.450,00 Euro nach oben, womit der Titel seine jüngste Schwächephase leicht abmildert.

Verzögerungen beim Skyranger 30

Das System zum Schutz vor Drohnen und tieffliegenden Zielen gilt als zentraler Baustein der modernisierten Heeresflugabwehr. Technische Anpassungen und Engpässe in der spezialisierten Zuliefererkette bremsen nun die Auslieferung. Für das Düsseldorfer Unternehmen birgt dies ein konkretes Risiko. Die zeitgerechte Erfüllung der großen Rahmenverträge ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass die fest eingeplanten Umsätze im laufenden Geschäftsjahr tatsächlich verbucht werden können.

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Einstieg in den Markt für Kampfdrohnen

Parallel zu diesen Herausforderungen positioniert sich der Konzern im Bereich der autonomen Luftverteidigung neu. In Kooperation mit Boeing soll das ursprünglich amerikanische Begleitsystem „Ghost Bat“ für den europäischen Markt adaptiert werden. Dieser strategische Schritt verringert die Abhängigkeit von klassischen Landsystemen und öffnet die Tür zum wachstumsstarken Sektor der sogenannten „Loyal Wingman“-Technologien. Kosteneffiziente, unbemannte Systeme verzeichnen weltweit eine massiv steigende Nachfrage.

Solides Fundament für kommende Quartale

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 liefert einen robusten Puffer für die aktuellen operativen Hürden. Der Umsatz kletterte um 29 Prozent auf knapp 9,9 Milliarden Euro, während sich die operative Marge auf 18,5 Prozent verbesserte. Begleitet wird dieses Wachstum von einem weitreichenden Kapazitätsausbau. Bis 2027 soll allein die Produktion von 155-Millimeter-Artilleriemunition auf rund 1,1 Millionen Stück pro Jahr anwachsen.

Am 7. Mai 2026 legt das Management die Zahlen für das erste Quartal vor. Spätestens dann müssen die Verantwortlichen aufzeigen, wie sie die Lieferkettenprobleme beim Skyranger 30 lösen wollen, um die Analystenschätzungen von 39,53 Euro Gewinn je Aktie für das Gesamtjahr abzusichern.

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