Es ist ein Paradoxon, wie es nur die Börse schreiben kann: Der Augsburger Rüstungskonzern Renk verkündet einen prestigeträchtigen Großauftrag aus den USA, doch anstatt zu steigen, begibt sich die Aktie auf Tauchstation. Am heutigen Dienstagvormittag, den 20. Januar, verliert das Papier erneut fast 3 % und rutscht gefährlich nahe an die psychologisch wichtige 60-Euro-Marke. Während die Fabriken brummen, hat in den Handelsräumen ein erbitterter Kampf begonnen – denn mächtige Hedgefonds haben die Aktie zum Abschuss freigegeben.

Der 75-Millionen-Dollar-Paukenschlag verpufft

Dabei liest sich die Meldung aus Muskegon, Michigan, eigentlich wie ein Ritterschlag. Die US-Tochter Renk America hat einen Rahmenvertrag mit der U.S. Army über bis zu 75,5 Millionen Dollar gesichert. Über die nächsten fünf Jahre wird Renk den technischen Support für die Getriebe von Legenden wie dem Bradley-Schützenpanzer und der Paladin-Haubitze übernehmen. Strategisch ist das ein Volltreffer, der die Position im wichtigsten Rüstungsmarkt der Welt zementiert. Doch die Börse straft den Titel mit Missachtung – ein klares Zeichen, dass derzeit andere Kräfte den Kurs bestimmen.

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Angriff der Leerverkäufer

Der Grund für die Misere liegt im Verborgenen der Meldeschwellen. Große Hedgefonds wie Marshall Wace und AQR Capital Management haben ihre Wetten auf fallende Kurse massiv ausgebaut. Allein Marshall Wace hält inzwischen eine Short-Position von 1,40 %. Diese „Leerverkäufer“ leihen sich Aktien, stoßen sie ab und hoffen, sie später billiger zurückzukaufen. Dieser künstliche Verkaufsdruck wirkt wie ein Bleigewicht am Kurs von Renk und überschattet die eigentlich soliden operativen Fortschritte und die ehrgeizigen Investitionspläne am Standort Deutschland.

Analysten gegen den Markttrend

Spannend bleibt das Bild bei den Bankhäusern. Während die Shortseller auf den Abgrund setzen, rufen Analysten von JP Morgan und Berenberg weiterhin Kursziele von 72 bis 76 Euro aus – ein Aufwärtspotenzial von über 20 %.

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