Rekordzahlen allein reichen an der Börse nicht immer. RENK hat 2025 bei Auftragseingang und Auftragsbestand neue Bestmarken gesetzt – trotzdem drehte sich die Diskussion schnell um den Blick nach vorn. Entscheidend war weniger das Erreichte als die Frage: Wie viel Tempo steckt 2026 wirklich drin?

Rekordjahr 2025 – Verteidigung bleibt der Motor

Für 2025 meldete RENK einen Auftragseingang von 1,57 Mrd. Euro und einen Auftragsbestand von 6,68 Mrd. Euro – beides Rekorde. Getragen wurde das vor allem von der anhaltend starken Nachfrage im globalen Verteidigungssektor. Der Umsatz stieg um 19,8% auf 1,37 Mrd. Euro, wobei 74% des Umsatzes aus dem Verteidigungsgeschäft kamen.

Auch die Profitabilität legte zu: Das bereinigte EBIT erhöhte sich um 21,7% auf 230 Mio. Euro und erfüllte damit die eigene Prognose sowie ungefähr die mittlere Markterwartung. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 101,3 Mio. Euro – fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte um 38% auf 1,42 Euro.

Im Segment Vehicle Mobility Solutions (VMS) lief es besonders rund: Der Umsatz stieg dort um 24,8% auf 872 Mio. Euro. Die US-Tochter RENK America überschritt beim Auftragseingang 550 Mio. US-Dollar. Zudem gewann RENK im vierten Quartal den ersten Ersatzteilvertrag mit dem ukrainischen Verteidigungsministerium.

Auftragsbestand wächst – aber Teile rutschen ins Jahr 2026

Die Book-to-Bill-Ratio lag 2025 bei 1,2x. Allerdings wurden Aufträge im Umfang von rund 200 Mio. Euro zeitlich ins Jahr 2026 verschoben. RENK erklärt das mit Lieferzeitanpassungen und Beschaffungszyklen bei mehreren Großprogrammen, wodurch sich Auftragsbestätigungen in die erste Hälfte 2026 verlagern – laut Unternehmen kein Zeichen nachlassender Nachfrage.

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Zusätzliche Aufmerksamkeit bekam eine Aussage von CEO Alexander Sagel: Der eskalierende Krieg im Nahen Osten könnte die Nachfrage nach Verteidigungsfähigkeiten in der Region erhöhen. Außerdem hatte Sagel zuvor von ersten Aufträgen für Prototypen eines neuen Schützenpanzers aus einem Golfstaat berichtet, der in den nächsten zwei bis drei Jahren entwickelt werden soll.

2026-Guidance: solide – nur eben unter dem Konsens

Für 2026 stellt RENK mehr als 1,5 Mrd. Euro Umsatz sowie ein bereinigtes EBIT von 255 bis 285 Mio. Euro in Aussicht. Der Mittelwert dieser EBIT-Spanne liegt laut Quelltext rund 2% unter dem Analystenkonsens – und genau das half, die negative Marktreaktion zu erklären. Zusätzlich gab es kritische Stimmen zum Ausblick und zum freien Mittelzufluss.

Unter dem Strich zeigte sich: Bei einer ambitionierten Erwartungshaltung reichen Rekordwerte im Rückspiegel nicht, wenn der Ausblick nicht darüber liegt.

Positiv sticht dagegen die Dividende heraus: Für die Hauptversammlung am 10. Juni 2026 will der Vorstand 0,58 Euro je Aktie vorschlagen, ein Plus von 38% (Ausschüttungsquote: 40,9%).

Am Kursbild lässt sich die gemischte Lage ablesen: Am Freitag schloss die Aktie bei 55,51 Euro (+3,47%), liegt damit aber weiter unter dem 50-Tage-Durchschnitt (58,69 Euro). Der nächste konkrete Termin ist bereits gesetzt: Am 6. Mai 2026 will RENK den nächsten Quartalsbericht vorlegen.

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