Blockierte Exportgenehmigungen der Bundesregierung zwingen die Renk Group zum Handeln. Da Lieferungen für israelische Panzer auf Eis liegen, verlagert der Antriebsspezialist nun Teile seiner Produktion in die USA. Gleichzeitig treibt das Unternehmen den Aufbau eines neuen Standorts in Polen voran, um die NATO-Ostflanke direkt zu bedienen.

Auslöser für die Neuausrichtung sind fehlende Ausfuhrgenehmigungen für RK-325-Getriebesysteme, die für israelische Merkava- und Namer-Panzer vorgesehen sind. Ohne die Erlaubnis aus Berlin stehen für 2026 Erlöse von bis zu 100 Millionen Euro auf dem Spiel. Das Management verlegt die betroffene Fertigungslinie daher in ein bestehendes Werk nach Michigan. Dort lassen sich die Verträge über das US-Programm für militärische Auslandsverkäufe ohne deutsche Restriktionen abwickeln.

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Operativ lief es für den Konzern zuletzt hervorragend. Das bereinigte EBIT stieg 2025 um 22 Prozent auf 230 Millionen Euro, während sich der Nettogewinn auf 101 Millionen Euro nahezu verdoppelte. Der Auftragsbestand erreichte mit 6,68 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Dennoch reagierten Anleger verhalten, was sich in einem Schlusskurs von 52,37 Euro am Mittwoch widerspiegelte. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier damit ein Minus von gut fünf Prozent. Verantwortlich für die Zurückhaltung war eine EBIT-Prognose für 2026, die knapp unter den Analystenerwartungen lag. Eine zeitliche Verschiebung von Aufträgen im Wert von 200 Millionen Euro in das erste Halbjahr 2026 sorgte am Markt für Irritationen.

Expansion in Polen und Investitionsoffensive

Parallel zum US-Schritt positioniert sich der Konzern stärker in Osteuropa. Von Polen aus sollen künftig die Ukraine und die baltischen Staaten versorgt werden. Zunächst konzentriert sich der Standort auf die Wartung von Panzergetrieben, bevor die Neufertigung anläuft. Bis Ende 2026 plant das Management, die jährliche Produktion auf 800 Einheiten hochzufahren. Um die hohe Nachfrage zu stemmen, fließen in den kommenden Jahren rund 500 Millionen Euro in den Ausbau der Kapazitäten. Davon sind 325 Millionen Euro für Investitionen im deutschen Heimatmarkt vorgesehen.

Aktionäre profitieren von der soliden Auftragslage durch eine geplante Dividendenanhebung um 38 Prozent auf 0,58 Euro je Anteilsschein. Den ersten konkreten Stresstest für die angelaufene Produktionsverlagerung liefert das Management bereits am 22. April im Rahmen des Pre-Close-Calls. Am 6. Mai folgen die detaillierten Quartalsergebnisse, die Aufschluss über die tatsächliche Umsatzentwicklung im Schatten der Exportbeschränkungen geben werden.

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