Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, das Militärbudget für 2027 auf 1,5 Billionen Dollar anzuheben, katapultierte am Freitag den gesamten Rüstungssektor nach oben. Während Branchenschwergewichte wie Rheinmetall und Hensoldt deutlich zulegten, hielt sich der Augsburger Antriebsspezialist Renk zurück. Doch Analysten sehen gerade hier noch Luft nach oben.

Die wichtigsten Fakten:
- Renk schloss am Freitag bei 64,18 Euro (+0,80%)
- Trump plant Budgetsprung von 900 Mrd. auf 1,5 Bio. Dollar
- Analysten sehen rund 10% Kurspotenzial
- Charttechnischer Kampf um 200-Tage-Linie

Warum Renk hinterherhinkt

Im direkten Branchenvergleich fiel die Kursbewegung bei Renk am Freitag moderat aus. Hensoldt schoss um 3,42 Prozent auf 89,30 Euro, Rheinmetall kletterte 2,22 Prozent auf 1.892 Euro – gestützt durch einen zusätzlichen Bundeswehr-Auftrag für den Schützenpanzer Puma. Renk hingegen verbuchte nur 0,80 Prozent Zuwachs im Xetra-Handel.

Dabei profitiert der Spezialist für Panzergetriebe direkt von Aufrüstungsprogrammen. Die Augsburger liefern Antriebe für Leopard 2 und Puma. Jefferies-Analystin Chloe Lemarie betont, dass europäische Rüstungsfirmen von Trumps Budgetplänen ebenso profitieren wie US-Werte. Der Markt scheint bei Renk noch vorsichtiger zu agieren als bei den etablierten Größen.

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Kehrtwende aus Washington

Die positive Stimmung markiert eine schnelle Erholung nach der Volatilität der Wochenmitte. Am 7. Januar hatte Trump noch via Social Media Druck auf die Branche ausgeübt und Beschränkungen für Aktienrückkäufe sowie Gehaltsobergrenzen angedroht. Das sorgte kurzzeitig für Kursverluste.

Die angekündigte Aufstockung um fast 600 Milliarden Dollar für 2027 gegenüber den veranschlagten 900 Milliarden für 2026 hat das Sentiment gedreht. Deutschland selbst plant, das NATO-Ziel von 3,5 Prozent des BIP zu erreichen – das entspricht rund 650 Milliarden Euro Verteidigungsausgaben über die nächsten fünf Jahre.

Charttechnische Weichenstellung

Entscheidend für die kommenden Handelstage wird sein, ob Renk die 200-Tage-Linie nachhaltig überwinden kann. Im nachbörslichen Handel auf Tradegate notierte die Aktie bereits bei 64,70 Euro (+1,38%), das Xetra-Volumen lag bei 749.339 Aktien – ein Zeichen erhöhten Interesses.

Ein erfolgreicher Ausbruch über diese technische Marke könnte den Weg zu den Analystenzielen ebnen. Der Konsens sieht derzeit rund 10 Prozent Aufwärtspotenzial. Ob der späte Schwung vom Freitag in den Montags-Handel mitgenommen werden kann, wird zeigen, ob Renk zur Aufholjagd ansetzt.

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