Der deutsche Rüstungszulieferer meldet Rekordzahlen für 2025 – doch die Aktie verliert deutlich. Was am Auftragsbestand und der Prognose die Anleger abschreckt.

Starke Zahlen, verhaltener Ausblick

RENK steigerte den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um knapp 20 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT kletterte auf 230 Millionen Euro, der Nettogewinn verdoppelte sich nahezu auf 101 Millionen Euro. Verantwortlich für das kräftige Wachstum war vor allem das Segment Vehicle Mobility Solutions, das mit Getrieben für Kampfpanzer und andere Militärfahrzeuge allein 872 Millionen Euro erlöste.

Der Auftragseingang erreichte mit 1,57 Milliarden Euro ebenfalls einen neuen Höchstwert. Der gesamte Auftragsbestand schwoll auf 6,68 Milliarden Euro an – mehr als das Vierfache des Jahresumsatzes. Darunter befinden sich allerdings auch 3,6 Milliarden Euro an weichen Aufträgen, deren Umsetzung noch nicht in trockenen Tüchern ist.

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Guidance unter Erwartungen

Für das laufende Jahr peilt das Management einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro an. Die Zielsetzung liegt damit rund zwei Prozent unter dem Analystenkonsens. Am Tag der Veröffentlichung sackte die Aktie über vier Prozent ab.

Kritiker monieren zudem den verhaltenen Barmittelfluss, der hinter den operativen Gewinnen zurückbleibt. Etwa 200 Millionen Euro an Aufträgen rutschten vom vierten Quartal 2025 ins laufende Jahr – ein Zeichen dafür, dass die Umsetzung des prall gefüllten Auftragsbuchs schleppender verläuft als erhofft.

Expansion und Dividende

CEO Alexander Sagel verwies auf geopolitische Chancen: Der eskalierende Iran-Krieg könnte die Nachfrage im Nahen Osten ankurbeln, zudem drängt US-Präsident Trump auf höhere Verteidigungsbudgets. Bis 2030 will RENK 150 Millionen Dollar in seinen Standort in Michigan investieren, um sich breiter aufzustellen.

Die Dividende soll deutlich auf 0,58 Euro je Aktie steigen – ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Hauptversammlung am 10. Juni wird darüber entscheiden. Ob die erhöhte Ausschüttung und der Rekordauftragsbestand ausreichen, um das Vertrauen zurückzugewinnen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

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