Der Augsburger Getriebehersteller Renk hat heute seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 vorgelegt – und liefert auf den ersten Blick eine beeindruckende Performance ab. Umsatz und Gewinn klettern auf neue Höchststände, angetrieben von der anhaltend starken Nachfrage aus dem Rüstungssektor. Doch die Börse reagiert enttäuscht: Die im MDAX notierte Aktie verliert am Vormittag über drei Prozent.

Starkes Wachstum im Panzergeschäft

Die Zahlen können sich durchaus sehen lassen: Der Umsatz legte um knapp 20 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro zu. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte um 21,7 Prozent auf 230 Millionen Euro – damit erreichte Renk die eigene Prognose und traf nahezu die durchschnittliche Markterwartung. Unter dem Strich verdoppelte sich der Gewinn auf 101,3 Millionen Euro. Haupttreiber war das boomende Geschäft mit Antriebssystemen für Panzer und Militärfahrzeuge.

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Besonders erfreulich für Aktionäre: Die Dividende steigt kräftig um 38 Prozent auf 0,58 Euro je Anteilsschein. Konzernchef Alexander Sagel zeigt sich zufrieden: "Unsere Strategie, den Fokus konsequent auf Verteidigungstechnologien zu richten, zahlt sich aus." Der Auftragsbestand erreicht mit knapp 6,7 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert.

Warum die Börse dennoch skeptisch reagiert

Die verhaltene Reaktion der Anleger hat mehrere Gründe. Analysten von JPMorgan weisen darauf hin, dass das Schlussquartal unter den Erwartungen geblieben ist. Zudem liegt der Ausblick für 2026 am Mittelpunkt der Prognosekorridore – was typischerweise als vorsichtig gilt. Renk erwartet für das laufende Jahr einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ebit zwischen 255 und 285 Millionen Euro.

Ein weiterer Punkt belastet: Ein großes Kampfpanzerprojekt für einen internationalen Kunden hat sich ins Jahr 2026 verschoben. Diese Verzögerung wirkt sich auf den freien Mittelzufluss aus, wie Berenberg-Analyst George McWhirter anmerkt. Chloe Lemarie von Jefferies relativiert allerdings: Renk neige dazu, im Jahresverlauf an das obere Ende der Spannen zu gelangen – und das wäre ein solides Ergebnis.

Trotz der heutigen Kursschwäche bleibt die längerfristige Performance beachtlich: In den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie rund 50 Prozent zugelegt. Finanzvorständin Anja Mänz-Siebje betont, man habe das Wachstum in nachhaltige Profitabilität umgesetzt – "obwohl wir Gegenwind durch unterschiedliche Themen wie zum Beispiel US-Zölle, ein schwaches Industriegeschäft, Exportembargos und Wechselkurseffekte hatten".

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