Heute legt Renk die vollständigen Zahlen für 2025 vor – doch die eigentliche Entscheidung fällt im Ausblick. Denn nachdem sich das Papier vom Hoch weit entfernt hat, will der Markt vor allem wissen, wie viel Tempo beim Ergebnis 2026 realistisch ist. Genau daran dürfte sich messen, ob die Aktie wieder Tritt fasst.

Zahlen 2025: Guidance wohl bestätigt

Große Überraschungen bei den 2025er-Kennzahlen gelten als unwahrscheinlich. Das Management hatte im Februar die Ziele bereits bestätigt: mehr als 1,3 Mrd. Euro Umsatz und ein bereinigtes EBIT von 210 bis 235 Mio. Euro.

Die Basis dafür ist solide. In den neun Monaten bis Oktober 2025 stieg der Umsatz um 19,2% auf 928 Mio. Euro, der bereinigte operative Gewinn kletterte um 25,5% auf 141 Mio. Euro. Heute folgen die finalen Jahreszahlen inklusive Bilanzpressekonferenz sowie Analysten- und Investoren-Call.

Ausblick 2026: Der wichtigste Kurstreiber

Der Fokus liegt auf der Guidance für 2026 – und damit auch auf der Frage: Liefert das Management einen nachvollziehbaren Plan, wie ein bereinigtes EBIT von rund 277 Mio. Euro erreicht werden soll?

Zusätzliche Impulse könnten aus erwarteten Großaufträgen kommen: Buchungen aus Deutschland, Polen und Italien sollen laut Ausgangslage im ersten Quartal 2026 erfolgen. Dahinter steht ein dicker Puffer: Zum Stichtag lag der Auftragsbestand bei 6,4 Mrd. Euro – Rekord und zugleich Planungssicherheit für mehrere Jahre.

Strategisch will Renk den Schwerpunkt stärker in Richtung Verteidigung verschieben. Unter der Agenda „NextGen Mobility“ geht es um modernisierte, elektrifizierte und digitalere Plattformen, ein modulares Getriebe für Kampfpanzer sowie den Einstieg in unbemannte Fahrzeuge.

USA und Investitionen: Wachstum braucht Kapazität

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Kurz vor der Veröffentlichung meldete die US-Tochter Renk America Support- und Ersatzteilverträge von über 50 Mio. US-Dollar. Die Vereinbarungen wurden teils im Dezember finalisiert und reichen bis in die ersten Wochen 2026. Für 2025 lag der Auftragseingang der US-Tochter über 500 Mio. US-Dollar.

Passend dazu plant der Konzern eine Investition von 150 Mio. US-Dollar in Michigan bis 2030, davon rund 80 Mio. US-Dollar für direkte F&E-Investitionen. In Europa läuft parallel die „Made for Germany“-Initiative mit Investitionen von bis zu 325 Mio. Euro bis 2028.

Unterm Strich: Wachstum soll nicht nur aus dem Auftragsbuch kommen, sondern über Kapazitätsausbau abgesichert werden.

Aktie zwischen Erholung und Deckel

Am Mittwoch schloss die Aktie bei 59,08 Euro. Auf 30 Tage steht ein Plus von 10,91%, auf 12 Monate sogar 57,97% – gleichzeitig liegt der Kurs noch 33,42% unter dem 52‑Wochen‑Hoch. Technisch notiert der Titel nahe dem 50‑Tage‑Durchschnitt (58,69 Euro), aber weiter unter dem 200‑Tage‑Durchschnitt (63,45 Euro) – ein Bild, das zur jüngsten Korrektur passt.

Das Umfeld bleibt dabei ein Doppelfaktor: Unsicherheiten rund um mögliche Friedensverhandlungen belasteten zuletzt Rüstungswerte, während Eskalationen kurzfristig stützen können.

Zum Kalender: Der nächste Termin nach den heutigen Zahlen ist der Pre‑Close für Q1 am 22. April 2026, die Q1-Ergebnisse folgen am 6. Mai 2026. Bis dahin dürfte vor allem der heutige Ausblick den Ton setzen – insbesondere bei Margenannahmen und Auftragseingang.

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