Renault Aktie: Großer Expansionsplan
Renault hat heute seinen neuen Fünfjahresplan „futuREady" vorgestellt – und der hat es in sich. Der französische Autobauer will bis 2030 über zwei Millionen Fahrzeuge pro Jahr verkaufen, 23 Prozent mehr als die 1,63 Millionen Einheiten aus dem Jahr 2025. Entscheidend dabei: Die Hälfte dieser Autos soll außerhalb Europas abgesetzt werden, gegenüber 38 Prozent zuletzt.
Die Renault-Aktie legte nach der Präsentation leicht um 1,1 Prozent zu – ein moderates Signal, das zeigt, dass der Markt den Plan zwar positiv, aber nicht euphorisch aufnimmt.
36 neue Modelle, 40 Prozent günstigere E-Autos
Das Herzstück der Strategie ist eine massive Modelloffensive: 36 neue Fahrzeuge bis 2030, davon 22 für Europa – 16 davon rein elektrisch. Die übrigen 14 Modelle sind ausdrücklich für internationale Märkte konzipiert. Allein für Indien plant Renault vier neue Modelle, darunter den kompakten SUV „Bridger", dessen Produktion bereits nächstes Jahr anlaufen soll.
Um gegenüber chinesischen Anbietern wie BYD oder Chery wettbewerbsfähig zu bleiben, will Renault die Kosten seiner Elektromodelle bis 2030 um 40 Prozent senken. Schlüssel dazu ist eine drastische Vereinfachung der Technik: Neue Modelle sollen 30 Prozent weniger Bauteile benötigen. Das Prinzip stammt direkt aus China – integrierte Antriebslösungen statt aufwendiger Einzelkomponenten. Ein Beispiel dafür ist der neue Renault Twingo, bei dem diese Technologie erstmals zum Einsatz kommt. Bei den Hybridmodellen sollen die Kosten durch günstigeres Sourcing um 1.000 Euro pro Fahrzeug sinken.
Für die Produktionsstrategie greift Renault auf Partnerschaft mit Geely zurück: Das Joint Venture „Horse Powertrain" soll kleinere Hybrid-Motoren liefern, während Geely auch bei der Internationalisierung in Märkten wie Südamerika und Südkorea eine tragende Rolle spielt.
Ambitionierte Finanzziele, Ausführung entscheidend
Auf der Ergebnisseite gibt sich Renault ebenfalls ambitioniert: Eine operative Marge zwischen 5 und 7 Prozent sowie ein freier Cashflow von mindestens 1,5 Milliarden Euro im Jahresdurchschnitt sind die mittelfristigen Ziele. Forschung, Investitionen und Lieferantenkosten sollen dabei zusammen unter 8 Prozent des Konzernumsatzes bleiben.
Der Analyst von Oddo BHF sieht in der Kombination aus Fokus auf margenstarke Fahrzeugsegmente und internationalem Wachstum einen „klaren Fahrplan für Margenstabilität" – betonte jedoch, dass die Umsetzung das entscheidende Kriterium sein werde. Genau das dürfte auch die Anleger beschäftigen: Renault hat in der Vergangenheit schon häufiger ambitionierte Pläne präsentiert, die in der Realität nur teilweise eingelöst wurden.
Unter CEO François Provost, der erst vergangenes Jahr das Steuer übernahm, wurden zahlreiche Entscheidungen seines Vorgängers revidiert. Mit „futuREady" setzt er nun seinen eigenen Kurs – globaler, elektrifizierter und kosteneffizienter als zuvor.
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