Redcare Pharmacy steht vor einem umfassenden Umbruch auf höchster Ebene. Wenn sich die Aktionäre Mitte April zur Hauptversammlung treffen, steht die Neubesetzung von gleich drei Aufsichtsratsposten auf der Agenda. Dieser Wechsel im Kontrollgremium fällt in eine schwierige Phase, denn trotz Rekordumsätzen bei verschreibungspflichtigen Medikamenten kämpft die Online-Apotheke mit schrumpfenden Margen.

Frischer Wind für die strategische Ausrichtung

Langjährige Weggefährten verlassen das Unternehmen. Björn Söder und Jérôme Cochet, die seit dem Börsengang 2016 im Aufsichtsrat saßen, scheiden ebenso aus wie Jaska de Bakker. Als Nachfolger sind Anja Hendel, Max Müller und Peter Schmid von Linstow nominiert. Besonders Hendel soll mit ihrer Erfahrung als ehemalige Geschäftsführerin bei der Volkswagen-Tochter diconium die digitale Strategie und technologische Transformation vorantreiben.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Redcare Pharmacy?

Zusätzlich steht die formelle Bestätigung von Hendrik Krampe als neuem Finanzchef an. Der Manager bringt über 20 Jahre Erfahrung mit und war zuvor als Finanzdirektor für den europäischen Marktplatz von Amazon tätig. Er übernimmt das finanzielle Ruder in einer Zeit, in der das Unternehmen den Spagat zwischen starkem Wachstum und Profitabilität meistern muss.

Wachstum trifft auf Margendruck

Die personelle Erneuerung passiert vor dem Hintergrund einer angespannten operativen Lage. Zwar verzeichnet die Online-Apotheke dank des E-Rezepts Rekordumsätze bei verschreibungspflichtigen Medikamenten, allerdings schwächelt das traditionell margenstarke Geschäft mit rezeptfreien Präparaten (OTC). Hier fiel das Wachstum im vierten Quartal 2025 von zuvor 17 Prozent auf 9,2 Prozent zurück. Gleichzeitig sank die Bruttomarge des Konzerns von 22,3 auf 21,3 Prozent.

Erschwerend kommt hinzu, dass das Management Anfang März das mittelfristige Margenziel von über acht auf nun über fünf Prozent deutlich senken musste. Die Reaktion an der Börse fiel entsprechend deutlich aus: Mit dem Freitagsschlusskurs von 33,54 Euro markierte das Papier exakt ein neues 52-Wochen-Tief und verzeichnet auf Jahressicht einen massiven Verlust von rund 74 Prozent.

Die anstehende Hauptversammlung am 15. April markiert somit einen Generationswechsel in der Unternehmensführung. Das neu formierte Kontrollgremium steht direkt vor der Aufgabe, das starke Umsatzwachstum in nachhaltige Profitabilität umzumünzen. Erste handfeste Indikationen zur operativen Entwicklung im laufenden Jahr liefert das Unternehmen dann mit den nächsten Quartalszahlen, die für den 6. Mai angesetzt sind.

Redcare Pharmacy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Redcare Pharmacy-Analyse vom 21. März liefert die Antwort:

Die neusten Redcare Pharmacy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Redcare Pharmacy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Redcare Pharmacy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...