Redcare Pharmacy Aktie: Aufsichtsrat vor Neustart
Zum 15. April 2026 stellt Redcare Pharmacy seinen Aufsichtsrat grundlegend um — und das in einem Jahr, in dem das Unternehmen gleichzeitig seine Profitabilitätsziele neu kalibriert hat. Drei langjährige Mitglieder scheiden aus, drei neue Kandidaten sollen frische Expertise einbringen.
Wer geht, wer kommt
Björn Söder und Jérôme Cochet begleiten das Unternehmen seit dem Börsengang 2019, Jaska de Bakker seit 2022 — alle drei verlassen das Gremium. Als Nachfolger sind Anja Hendel, Max Müller und Peter Schmid von Linstow nominiert. Nach der Hauptversammlung setzt sich der Aufsichtsrat dann aus Michael Köhler als Vorsitzendem sowie Stephan Weber, Hendel, Müller und von Linstow zusammen. Ebenfalls auf der Tagesordnung: die formelle Bestellung von Hendrik Krampe als neuem CFO.
Gekürztes Margenziel, aber langfristiges Ziel bleibt
Das neue Gremium übernimmt die Aufsicht in einer Phase, in der Redcare seine mittelfristigen Profitabilitätserwartungen zurückgeschraubt hat. Das EBITDA-Margenziel für einen Drei-Jahres-Horizont wurde von über 8% auf über 5% gesenkt. Die 8%-Marke gilt weiterhin als langfristiges Ziel — auf einem Fünf-Jahres-Horizont. Für 2026 peilt das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 13 bis 15% sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5% an.
Das Geschäftsjahr 2025 lieferte dabei ein gemischtes Bild: Das bereinigte EBITDA stieg um 72,3% auf 57,4 Millionen Euro, die Marge verbesserte sich auf 2,0% — lag damit aber am unteren Ende der eigenen Prognose. Der Nettoverlust schrumpfte auf 39,4 Millionen Euro.
Wettbewerb und Rückenwind durch E-Rezept
Gleichzeitig hat sich das Wettbewerbsumfeld verschärft. Im Dezember 2025 startete dm-med, der Online-Apotheken-Ableger der Drogeriekette dm, mit rund 2.500 rezeptfreien Medikamenten und einer Infrastruktur aus fast 4.200 Filialen sowie 12,5 Millionen App-Nutzern im Rücken.
Auf regulatorischer Seite zeichnet sich hingegen Unterstützung ab. Die finalen PoPP-Spezifikationen für das E-Rezept-Ökosystem werden für das erste Quartal 2026 erwartet. Redcare will danach die technische Umsetzung in der Shop-Apotheke-App abschließen und die nötigen Zulassungen einholen — ein Schritt, der die Position des Unternehmens in Deutschlands digitaler Gesundheitsinfrastruktur festigen könnte.
Die ersten Quartalszahlen 2026 werden am 6. Mai veröffentlicht und dürften zeigen, ob das angestrebte Wachstum im Plan liegt. Angesichts eines Kursverlusts von rund 73% gegenüber dem 52-Wochen-Hoch steht der neue Aufsichtsrat unter erheblichem Erwartungsdruck.
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