Redcare Pharmacy Aktie: Gemischte Signale
Redcare Pharmacy liefert beim E-Rezept ein Rekordwachstum ab, doch im wichtigen Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten stottert der Motor. Diese Diskrepanz in den vorläufigen Jahreszahlen zwingt nun auch Großbanken zur Neubewertung ihrer Modelle. Während die langfristige Strategie beim E-Rezept aufzugehen scheint, sorgt die unerwartete Nachfrageschwäche im hochmargigen OTC-Bereich für Zurückhaltung am Markt.
Deutsche Bank passt Kursziel an
Als Reaktion auf die jüngsten Daten hat die Deutsche Bank ihre Bewertung für die Online-Apotheke aktualisiert. In einer aktuellen Studie bestätigte Analyst Jan Koch zwar seine "Buy"-Empfehlung, senkte jedoch das Kursziel von zuvor 214 Euro auf 200 Euro.
Diese Anpassung spiegelt die zwei Gesichter der aktuellen Geschäftsentwicklung wider:
* Stärke beim E-Rezept: Die Analysten werten die erfolgreiche Skalierung des elektronischen Rezeptgeschäfts in Deutschland als Bestätigung der langfristigen Wachstumsstrategie.
* Vorsicht bei OTC: Das reduzierte Kursziel trägt der schwächeren Dynamik im Bereich rezeptfreier Medikamente (OTC) Rechnung. Trotz der typischen saisonalen Effekte blieb die Nachfrage im vierten Quartal hinter den Erwartungen zurück.
E-Rezept boomt, Klassiker schwächeln
Die vorläufigen Zahlen für das Gesamtjahr 2025 zeichnen das Bild eines Unternehmens im Umbruch. Der Gesamtumsatz kletterte um rund 24 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Besonders beeindruckend entwickelte sich dabei der Markt für verschreibungspflichtige Medikamente (Rx) in Deutschland.
Hier konnte Redcare Pharmacy den Umsatz im Jahresvergleich um 98 Prozent auf 503 Millionen Euro fast verdoppeln. Allein im vierten Quartal sprang der Rx-Umsatz um 60 Prozent an. Dies belegt, dass die digitalen Einlösewege von den Patientenzunehmend angenommen werden.
Einen Dämpfer gab es hingegen im klassischen Versandgeschäft mit rezeptfreien Produkten. Dieses Segment wuchs im Schlussquartal lediglich um 9 Prozent. Marktbeobachter hatten hier angesichts der Erkältungssaison mit deutlich stärkerem Rückenwind gerechnet. Da dieses Segment traditionell höhere Margen abwirft als das Rezeptgeschäft, reagierten Anleger empfindlich. Die Aktie, die auf Jahressicht bereits über 43 Prozent an Wert eingebüßt hat, notiert aktuell bei rund 66,85 Euro und damit weit entfernt vom neuen Kursziel der Analysten.
Warten auf den Geschäftsbericht
Der Fokus der Investoren richtet sich nun auf den 4. März 2026. An diesem Tag wird Redcare Pharmacy den geprüften Geschäftsbericht für 2025 vorlegen. Entscheidend wird dann nicht mehr nur der Umsatz sein, sondern die Profitabilität. Es gilt zu klären, ob die Marketingausgaben für die Neukundengewinnung im Rx-Bereich die Margen stärker belastet haben als prognostiziert. Zudem wird der Ausblick auf 2026 zeigen müssen, ob die Schwäche im OTC-Geschäft nur ein saisonaler Ausrutscher war oder ob sich der Wettbewerbsdruck durch andere Online-Anbieter und digitale Angebote stationärer Drogerien verschärft hat.
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