Canopy Growth hat die kanadische Konkurrenzlandschaft neu geordnet. Mit dem nun endgültig abgeschlossenen Kauf von MTL Cannabis steigt das Unternehmen zum umsatzstärksten Anbieter für medizinisches Cannabis in Kanada auf. Der Zukauf bringt nicht nur frisches Umsatzvolumen in die Bilanzen, sondern soll auch den steinigen Weg in die Profitabilität spürbar abkürzen.

Lukrative Margen wandern in den Konzern

Am Montag wurde die Transaktion offiziell besiegelt. MTL-Aktionäre erhielten pro Anteilsschein 0,32 Canopy-Aktien sowie eine kleine Barabfindung. Insgesamt ließ sich Canopy den Zukauf rund 41,2 Millionen neue Aktien und 18,5 Millionen Dollar kosten. Im Gegenzug wandert ein hochprofitables Geschäft unter das Dach des Konzerns. MTL steuert jährlich 84 Millionen Kanadische Dollar zum Nettoumsatz bei und glänzt mit einer starken Bruttomarge von 51 Prozent.

Hinter der Übernahme steckt ein klarer strategischer Fahrplan. Canopy Growth will bis zum Jahr 2027 endlich schwarze Zahlen schreiben. Die Integration von MTL soll innerhalb der nächsten 18 Monate Synergieeffekte in Höhe von 10 Millionen Dollar freisetzen.

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Die jüngsten Quartalszahlen zeigten bereits in die richtige Richtung. Der Nettoverlust schrumpfte im Jahresvergleich um 49 Prozent, während der bereinigte EBITDA-Verlust auf 3 Millionen Dollar eingedämmt wurde. Besonders der kanadische Heimatmarkt lieferte zuletzt mit zweistelligen Wachstumsraten im medizinischen Bereich starken Rückenwind, da das Unternehmen von einer wachsenden Basis an versicherten Patienten profitierte.

Europageschäft und Cashburn als Baustellen

Trotz der neuen Größe bleiben fundamentale Herausforderungen bestehen. In den vergangenen zwölf Monaten verbrannte das operative Geschäft weiterhin knapp 79 Millionen Kanadische Dollar. Zudem brach der internationale Umsatz zuletzt um 31 Prozent ein. Verantwortlich für diesen Rückgang waren vor allem hartnäckige Lieferkettenprobleme im europäischen Markt.

Um sich für die Integration abzusichern und finanziellen Spielraum zu schaffen, hatte Canopy bereits im Januar seine Hausaufgaben gemacht. Eine umfassende Umschuldung verlängerte die Kreditlaufzeiten bis 2031 und polsterte die Liquidität auf knapp 300 Millionen Dollar auf. Teil dieser Rekapitalisierung waren Wandelanleihen mit einem Zinskupon von 7,5 Prozent, die bei einem anhaltenden Aktienkurs über 2,75 Kanadischen Dollar automatisch in Stammaktien getauscht werden.

Die Börse quittierte den Abschluss der Übernahme in dieser Woche mit leichten Kursgewinnen auf 1,07 US-Dollar. Mit einer Marktkapitalisierung von nun knapp 394 Millionen Dollar hat Canopy Growth das Fundament für die kommenden Quartale gelegt. Der Fokus der Investoren richtet sich ab sofort auf die konkrete Umsetzung der versprochenen Kostensenkungen und die Stabilisierung des schwächelnden Europageschäfts bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres am 31. März 2026.

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