Der Drohnenhersteller Red Cat hat seine Produktionskapazität im vergangenen Geschäftsjahr um 520% ausgebaut — und trotzdem reagierten Anleger zum Wochenschluss mit Verkäufen. Der Grund liegt nicht in fehlenden Aufträgen, sondern in der Frage, ob das Unternehmen aus seinen Umsätzen jemals nennenswerte Gewinne herausarbeiten kann.

Umsatzsprung, aber kaum Marge

Im vierten Quartal 2025 erzielte Red Cat einen Umsatz von 26,2 Millionen US-Dollar — ein Anstieg von fast 2.000% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Beeindruckend auf den ersten Blick. Allerdings fraß der Warenaufwand mit 25,1 Millionen Dollar nahezu den gesamten Erlös auf. Die Bruttomarge lag damit bei mageren 4,2%, für das Gesamtjahr sogar nur bei 3,1%.

Das Unternehmen begründet die dünnen Margen mit den hohen Anlaufkosten seiner Fertigungsinfrastruktur. Die Werke in Salt Lake City, die Blue-Ops-Anlage für maritime Drohnen sowie die FlightWave-Sparte umfassen inzwischen zusammen 254.000 Quadratfuß Produktionsfläche. Die Fabrik in Salt Lake City soll täglich 50 Black-Widow-Drohnen fertigen können. Profitabilität peilt das Management erst für 2027 an.

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Aufträge aus NATO und Ukraine als Hoffnungsanker

Auf der Nachfrageseite gibt es durchaus positive Signale. Red Cat sicherte sich kürzlich seinen ersten NATO-Auftrag über 100 Black-Widow-Systeme, vermittelt über die NSPA-Beschaffungsagentur. Zusätzlich liegt ein Anforderungsschreiben ukrainischer Streitkräfte vor, die nach Unternehmensangaben jährlich rund 350.000 Aufklärungsdrohnen verbrauchen.

Für das zweite Quartal 2026 plant Red Cat erste Auslieferungen unbemannter Überwasserfahrzeuge aus der Blue-Ops-Sparte, mit dem Ziel, die Produktion noch im Jahresverlauf auf über 100 Einheiten zu skalieren. Wann diese Aktivitäten tatsächlich margenwirksam werden, ließ das Management offen.

Fehlende Prognose befeuert Skepsis

Genau dieses Schweigen dürfte den Kursrückgang vom Freitag ausgelöst haben. Auf der jüngsten Analystenkonferenz verzichtete Red Cat auf eine formelle Umsatzprognose für 2026 — mit dem Verweis, konkrete Ziele erst nach Vertragsabschlüssen kommunizieren zu wollen. Intern signalisierte das Management zwar Komfort mit der oberen Hälfte der Analystenschätzungen von 100 bis 170 Millionen Dollar, doch eine offizielle Zahl blieb aus.

Das nährt die Skepsis: Aktuell sind 21% des Streubesitzes leerverkauft. Zwar verfügt Red Cat mit 167,9 Millionen Dollar Kassenbestand über eine solide Liquiditätsbasis, doch der operative Mittelabfluss von 89,1 Millionen Dollar im Gesamtjahr 2025 lässt die Runway auf 18 bis 24 Monate schrumpfen. Ein verbindlicher Serienproduktionsvertrag für die Black-Widow-Linie wäre der nächste konkrete Beweis dafür, dass das Wachstum auch finanziell trägt.

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