D-Wave Quantum präsentiert diese Woche neue Forschungsergebnisse auf dem weltweit größten Physikkongress — dem Global Physics Summit der American Physical Society in Denver. Der Auftritt fällt in eine Phase, in der das Unternehmen gleichzeitig starkes Umsatzwachstum, eine milliardenschwere Übernahme und eine volatile Aktie zu verwalten hat.

Starkes Jahr, schwaches Quartal

Das Geschäftsjahr 2025 verlief für D-Wave auf dem Papier beeindruckend: Der Jahresumsatz stieg um 179 Prozent auf 24,6 Millionen Dollar, der GAAP-Bruttogewinn legte sogar um 265 Prozent auf 20,3 Millionen Dollar zu.

Das vierte Quartal trübte das Bild jedoch ein. Mit 2,75 Millionen Dollar Umsatz verfehlte D-Wave die Analystenerwartung von 3,72 Millionen Dollar um 26 Prozent. Auch beim Verlust je Aktie enttäuschte das Unternehmen: minus 0,09 Dollar statt der erwarteten minus 0,06 Dollar. Die Q4-Auftragseingänge sanken zudem um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

CEO Alan Baratz lenkte den Blick schnell nach vorn. Im Januar 2026 allein sicherte sich D-Wave Aufträge im Wert von über 30 Millionen Dollar. Bis zum 25. Februar beliefen sich die Auftragseingänge im laufenden ersten Quartal bereits auf mehr als 32,8 Millionen Dollar — ein deutliches Signal, dass die Nachfrage anzieht.

Die 550-Millionen-Dollar-Wette auf Gate-Model

Der strategisch bedeutendste Schritt der jüngsten Zeit ist die vereinbarte Übernahme von Quantum Circuits Inc. für 550 Millionen Dollar — 300 Millionen in D-Wave-Aktien, 250 Millionen in bar.

Quantum Circuits bringt eine Schlüsseltechnologie mit: sogenannte Dual-Rail-Qubits mit integrierter Fehlererkennungsfunktion, die 90 Prozent aller auftretenden Fehler identifiziert. Die Gate-Fidelity liegt dabei bei über 99,9 Prozent. D-Wave kombiniert damit seine Stärke im Annealing-Computing mit einer Gate-Model-Plattform, die die Präzision von Ionenfallen-Systemen mit der Geschwindigkeit supraleitender Technologie verbinden soll. Ein erstes Gate-Model-System ist für 2026 geplant.

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Verteidigung, Universitäten, Fortune-100-Kunden

Parallel dazu baut D-Wave sein kommerzielles Geschäft aus. Gemeinsam mit Anduril und Davidson entwickelt das Unternehmen quantenklassische Hybridanwendungen für die US-Luft- und Raketenabwehr — erste Tests zeigen eine mindestens zehnfach schnellere Lösungszeit und eine um 9 bis 12 Prozent verbesserte Bedrohungsabwehr gegenüber rein klassischen Methoden.

Hinzu kommen ein Zweijahresvertrag über 10 Millionen Dollar mit einem Fortune-100-Unternehmen sowie eine Vereinbarung mit der Florida Atlantic University, die einen Advantage2-Quantencomputer für 20 Millionen Dollar kauft und noch 2026 in Betrieb nehmen will.

Aktie unter Druck, Bewertung hoch

Die Aktie notiert aktuell bei 17,83 Dollar — weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 46,75 Dollar. Im Februar verlor der Titel 11,5 Prozent, belastet durch breite Risikoaversion gegenüber Wachstumswerten und einen unerwartet starken Inflationsbericht, der Zinssenkungshoffnungen dämpfte. Im März hat sich der Kurs stabilisiert.

Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 6,9 Milliarden Dollar — das entspricht etwa dem 157-fachen des erwarteten Jahresumsatzes. Diese Bewertung setzt voraus, dass D-Wave die starken Auftragseingänge aus dem Jahresauftakt in nachhaltiges Umsatzwachstum überführt. Die Präsentationen auf dem APS-Summit diese Woche sowie der Abschluss der Quantum-Circuits-Übernahme dürften zeigen, ob die technologische Substanz mit den Erwartungen Schritt halten kann.

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