Der DAX-Konzern Qiagen hat heute seine Jahreszahlen für 2025 vorgelegt – und die fallen besser aus als erwartet. Dennoch gibt die Aktie nach. Der Grund: Anleger hatten nach den jüngsten Übernahmespekulationen wohl auf mehr gehofft. Finanzchef Roland Sackers lässt die Gerüchteküche weiter brodeln, ohne sie zu dementieren.

Gewinn verfünffacht, aber Q4 verliert an Schwung

Der Labordienstleister steigerte seinen Umsatz 2025 um sechs Prozent auf 2,09 Milliarden Dollar. Besonders die Kernprodukte – darunter der Tuberkulose-Test Quantiferon und die Analysesysteme Qiastat-Dx und Qiacuity – zogen die Nachfrage an. Unter dem Strich verfünffachte sich der Gewinn auf 425 Millionen Dollar, nachdem 2024 noch Restrukturierungskosten das Ergebnis belastet hatten.

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Im Schlussquartal allerdings bremste das Wachstum deutlich ab. Währungsbereinigt lag das Plus nur noch bei einem Prozent. Verantwortlich dafür waren unter anderem der US-Regierungsstillstand und erste Zolleffekte.

Übernahmefantasie bleibt unbeantwortet

Mitte Januar war die Aktie binnen weniger Tage um rund ein Fünftel nach oben geschossen. Bloomberg hatte berichtet, Qiagen prüfe strategische Optionen – einschließlich eines möglichen Verkaufs. Finanzchef Sackers wollte heute weder bestätigen noch dementieren. „Die Branche befindet sich in einer Konsolidierungsphase", sagte er lediglich. Es sei ein „gutes Zeichen", dass Qiagen mit seinem Portfolio Interesse wecke.

Die Aussage lässt Raum für Interpretation – und genau das verunsichert offenbar. Die Aktie verlor im Tagesverlauf rund 3,6 Prozent. Seit dem Januar-Hoch hat das Papier mittlerweile etwa neun Prozent eingebüßt.

Ausblick solide, aber ohne Überraschung

Für 2026 peilt Qiagen ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von mindestens fünf Prozent an – in etwa so viel wie im Vorjahr. Die wichtigsten Wachstumstreiber sollen sogar um neun Prozent zulegen und 1,64 Milliarden Dollar zum Gesamtumsatz beisteuern. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll auf mindestens 2,50 Dollar steigen, nach 2,38 Dollar in 2025.

Im ersten Quartal allerdings rechnet das Management mit einem leichten Gewinnrückgang um einen US-Cent. Grund sind die kürzlich abgeschlossene Übernahme von Parse Biosciences und die US-Zölle. Sackers gab sich gelassen: Der Konzern habe bereits einen Großteil der Zolllasten an Kunden weitergeben können. Zudem plane man eine Überarbeitung der Logistikketten.

Aktionäre dürfen auf mehr hoffen

Immerhin: Die Kapitalallokation läuft. Qiagen zahlte 2025 erstmals eine Bardividende von 0,25 Dollar und führte einen synthetischen Aktienrückkauf über 500 Millionen Dollar durch. Sackers stellte heute weitere Rückkäufe und eine mögliche Dividendenerhöhung in Aussicht. „Auch eine Dividendenerhöhung ist etwas, was wir sicher intern diskutieren werden", sagte er.

Ob das reicht, um die Anleger bei Laune zu halten, bleibt abzuwarten. Offen ist auch weiterhin die Nachfolge von CEO Thierry Bernard, der im November seinen Rücktritt angekündigt hatte. Solange der Aufsichtsrat keinen neuen Chef präsentiert, dürfte die Aktie anfällig für Spekulationen bleiben.

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