BioNxt Solutions baut seine technologische Basis weiter aus. Nach positiven Daten zur Wirkstoffabgabe bei Multiple Sklerose sichert sich das kanadische Bioscience-Unternehmen nun Zugriff auf eine fortschrittliche "Chaperone"-Technologie. Der strategische Schachzug soll die Effizienz der oralen Dünnfilm-Plattform weiter steigern und öffnet Türen zu komplexen Therapiegebieten wie Alzheimer oder Onkologie.

Strategische Erweiterung per Absichtserklärung

Das Unternehmen gab am Donnerstag bekannt, eine unverbindliche Absichtserklärung (Letter of Intent) mit einem externen Biotech-Entwickler unterzeichnet zu haben. Ziel ist der Erwerb der exklusiven Rechte an einer sogenannten Wirkstoff-Chaperone-Technologie für den Bereich der oralen Dünnfilme (ODF).

Diese Technologie adressiert zentrale Herausforderungen bei der Medikamentenverabreichung über die Mundschleimhaut: Sie soll die Stabilität von Wirkstoffen erhöhen und deren Aufnahme im Körper (Bioverfügbarkeit) verbessern. Der entscheidende Vorteil liegt hierbei in der Methode. Die Leistungsfähigkeit der Formulierung wird gesteigert, ohne den pharmazeutischen Wirkstoff selbst chemisch zu verändern. Dies ermöglicht BioNxt nicht nur eine effizientere Produktentwicklung, sondern schafft auch Raum für neues geistiges Eigentum rund um das Formulierungsdesign.

Fokus auf Neurologie und Onkologie

Mit der geplanten Integration dieser Technologie erweitert BioNxt seinen Wirkungskreis deutlich über die bisherigen Projekte hinaus. Das Unternehmen identifiziert mehrere therapeutische Zielmärkte für die optimierten Dünnfilme:

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  • Neurodegenerative Erkrankungen: Alzheimer, Parkinson und Demenz.
  • Autoimmunerkrankungen: Rheumatoide Arthritis, Lupus und Diabetes.
  • Onkologie: Anwendung bei soliden Tumoren.
  • Infektionskrankheiten.

Zusätzlich zur Exklusivität im oralen Bereich sichert sich BioNxt ein Vorkaufsrecht für Anwendungen außerhalb der oralen Verabreichung, was zukünftige Expansionsmöglichkeiten offen hält.

Anknüpfung an jüngste Erfolge

Die Nachricht fügt sich in eine Reihe positiver Meldungen zum Jahresstart 2026 ein. Erst Ende Januar meldete BioNxt für sein Multiple-Sklerose-Programm (Cladribine ODF) eine um rund 40 Prozent höhere Wirkstoffabgabe in präklinischen Vergleichen. Parallel dazu wurde das Patentportfolio in Europa und Eurasien gestärkt.

An der Börse wird die Entwicklung aufmerksam, aber zurückhaltend verfolgt. Das Papier notiert aktuell bei rund 0,37 Euro und verzeichnet auf Wochensicht ein Minus von gut 6 Prozent. Die Diskrepanz zwischen operativem Newsflow und Kursentwicklung zeigt, dass der Markt nun auf die konkrete Umsetzung wartet.

Nächste Schritte

Da es sich aktuell um eine unverbindliche Absichtserklärung handelt, steht als nächster Schritt die Aushandlung der definitiven Verträge an. BioNxt plant, die Entwicklungsaktivitäten – inklusive Prototypenentwicklung und Patentanmeldungen in den USA und Europa – aus internen Mitteln zu finanzieren. Das Management setzt damit seinen Kurs fort, die Plattformtechnologie durch Lizenzierungen und Co-Entwicklungen zu kommerzialisieren.

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