Puma Aktie: Radikaler Umbau startet
Bei Puma bleibt in Herzogenaurach derzeit kein Stein auf dem anderen. Nach tiefroten Zahlen und operativen Problemen übernimmt der chinesische Branchenriese Anta Sports das Ruder als neuer Ankerinvestor. Gleichzeitig setzt das Management den Rotstift an und streicht weltweit hunderte Stellen. Ist das die lang ersehnte Wende für den angeschlagenen Sportartikelhersteller oder nur der Beginn einer schmerzhaften Sanierung?
Die Fakten im Überblick:
- Neuer Großaktionär: Anta Sports kauft 29,06 % der Anteile von Groupe Artémis.
- Hoher Aufschlag: Der Deal bewertet die Aktie mit 35 Euro – deutlich über dem aktuellen Kurs.
- Stellenabbau: 900 Jobs in der Verwaltung fallen bis Ende 2026 weg.
- Verlust: Im dritten Quartal 2025 verbuchte Puma ein Minus von 62,3 Mio. Euro.
- Kursreaktion: Die Aktie legte auf Wochensicht um 7,20 % auf 23,07 € zu.
Anta Sports zahlt deutlichen Aufschlag
Die Nachricht Ende Januar sorgte für Aufsehen: Der chinesische Konzern Anta Sports löst die französische Groupe Artémis als größten Einzelaktionär ab. Besonders bemerkenswert ist der Kaufpreis. Anta legt rund 1,5 Milliarden Euro auf den Tisch, was einem Preis von 35 Euro je Aktie entspricht.
Verglichen mit dem aktuellen Kurs von 23,07 Euro beinhaltet dies einen massiven strategischen Aufschlag. Zwar plant Anta laut eigenen Angaben keine vollständige Übernahme, strebt aber eine angemessene Vertretung im Aufsichtsrat an. Marktbeobachter werten den Einstieg als wichtigen Schritt, um Pumas Position im entscheidenden chinesischen Markt zu festigen.
Das "Reset-Jahr" fordert Opfer
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Die strategische Neuausrichtung ist eine direkte Reaktion auf die enttäuschende Geschäftsentwicklung. Das dritte Quartal 2025 offenbarte die ganze Schwere der Krise: Der Umsatz sank währungsbereinigt um 10,4 Prozent, und unter dem Strich stand ein Verlust von 62,3 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte Puma noch schwarze Zahlen geschrieben.
Verantwortlich für die Misere sind hohe Lagerbestände und eine schwächelnde Markendynamik. Das Management reagiert nun mit einem harten Sparkurs. Bis Ende 2026 sollen weltweit rund 900 Verwaltungsstellen gestrichen werden. Ziel dieses sogenannten "Reset-Jahres" ist es, die Vertriebskanäle zu bereinigen und die Kostenbasis wieder in ein gesundes Verhältnis zum Umsatz zu bringen.
Geduld ist gefragt
An der Börse wird der Umbau vorerst positiv aufgenommen, wie das Wochenplus von über 7 Prozent zeigt. Dennoch notiert das Papier mit einem Abschlag von rund 24 Prozent zum 52-Wochen-Hoch immer noch deutlich unter früheren Niveaus.
Das Management macht keine falschen Hoffnungen: 2026 wird als reines Übergangsjahr deklariert. Erst ab 2027 rechnet der Konzern wieder mit echtem Wachstum. Für Anleger bedeutet dies, dass der Einstieg von Anta zwar eine gewisse Absicherung nach unten bieten könnte – der operative Turnaround jedoch Zeit benötigt, bis er sich wieder in steigenden Gewinnen niederschlägt.
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