Silber spielt weiter Achterbahn – und die jüngste Erholung entpuppt sich als dünnes Eis. Nach dem historischen Einbruch Ende Januar bekam der Markt zwar kurz Luft, doch am Donnerstag drehte die Stimmung erneut. Was treibt diese extremen Ausschläge wirklich?

Was heute den Preis bewegt

Im Kern prallen gerade drei Kräfte aufeinander: geldpolitische Signale aus den USA, ein stärkerer US-Dollar und ein Markt, der von spekulativen Positionen spürbar aufgeheizt ist. Als unmittelbarer Auslöser der Korrektur gilt laut Quelltext die Nominierung von Kevin Warsh als neuer Fed-Vorsitzender. Warsh wird als geldpolitischer Falke eingeordnet – das dämpfte Erwartungen an schnelle Zinssenkungen. Gleichzeitig zog der US-Dollar an, was Edelmetalle typischerweise belastet.

Dazu kommt: Nach der starken Rally 2025 wirkte Silber laut zitiertem Marktkommentar „zu schnell, zu weit“ gelaufen. In so einer Lage reichen neue Impulse oft aus, um Gewinnmitnahmen und Kettenreaktionen auszulösen.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Aktueller Kurs (Donnerstag): 86,36 USD
- 7 Tage: -25,41% (extreme Kurzfrist-Schwäche)
- Seit Jahresanfang: +19,51% (trotz Rücksetzer weiterhin deutlich im Plus)
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch (116,89 USD): -26,12%
- 30-Tage-Volatilität (annualisiert): 109,28% (Ausmaß der Schwankungen bleibt außergewöhnlich)

Spekulation, Liquidität – und der Druck auf Futures

Ein zentraler Treiber der Ausschläge sind laut Quelltext spekulative Positionen, die noch nicht vollständig abgebaut sein könnten. Das erklärt, warum Bewegungen bei Silber aktuell schneller und stärker ausfallen als bei Gold.

Goldman Sachs verweist zudem auf engere Liquiditätsbedingungen am Londoner Markt. Solche Engpässe können Preisbewegungen verstärken, weil größere Orders weniger „Puffer“ im Orderbuch finden. Auffällig sei außerdem das Timing: Die heftigsten Bewegungen traten demnach in Phasen auf, in denen die chinesischen Futures-Märkte geschlossen waren – ein Hinweis auf westliche Kapitalflüsse als Taktgeber der Volatilität.

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Nach dem Crash reagierte auch die Terminmarkt-Infrastruktur: Die CME Group erhöhte laut Reuters die Margin-Anforderungen für Silber-Futures. Das kann spekulative Positionen zusätzlich unter Druck setzen, weil Trader mehr Sicherheiten hinterlegen müssen.

Fundament bleibt: Defizit trifft Industrienachfrage

Trotz der Turbulenzen verweist der Quelltext auf strukturelle Faktoren, die den Markt längerfristig prägen. Das Silver Institute sieht den globalen Silbermarkt 2025 im fünften Jahr in Folge in einem Angebotsdefizit. Das kumulierte Defizit seit 2021 liege bei fast 820 Millionen Unzen.

Auf der Nachfrageseite stützt vor allem die Industrie: Photovoltaik, Elektrofahrzeuge und Elektronik bleiben wichtige Treiber. Gleichzeitig hat der Preisanstieg Substitutionsdruck erhöht. So wird im Quelltext genannt, dass Silberpaste inzwischen bis zu 30% der Produktionskosten von Solarzellen ausmachen kann – ein klarer Anreiz für Hersteller, Silber einzusparen.

Zum Wochenschluss richtet sich der Blick laut Quelltext auch auf die geopolitische Komponente: Für Freitag sind neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran angesetzt. Allein die Aussicht darauf reduzierte demnach die Risikoprämie bei Edelmetallen und begünstigte neue Verkäufe.

Unterm Strich bleibt Silber damit ein Markt, in dem makroökonomische Signale und spekulative Mechanik kurzfristig den Ton angeben – während Angebotsdefizit und Industrienachfrage den größeren Rahmen setzen. Kurzfristig spricht die -25,41%-Bewegung in sieben Tagen für anhaltend nervöse Preisfindung, auch wenn Silber seit Jahresbeginn noch +19,51% im Plus liegt.

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