Puma Aktie: News verpuffen
Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach liefert derzeit Schlagzeilen am Fließband: Eine prestigeträchtige neue Formel-1-Partnerschaft und der Ausbau der Beteiligung durch den weltgrößten Vermögensverwalter BlackRock sorgen für Gesprächsstoff. Doch an der Börse herrscht statt Euphorie Katerstimmung, und die positiven Impulse scheinen wirkungslos zu verpuffen. Warum ignorieren Investoren diese strategischen Signale beharrlich?
- Neue Partnerschaft: Puma stattet ab sofort das Formel-1-Team von McLaren aus.
- Institutioneller Einstieg: BlackRock erhöht seine Stimmrechtsanteile über die 3-Prozent-Marke.
- Marktreaktion: Die Aktie verliert auf Wochensicht über 7 Prozent und notiert bei 21,21 Euro.
Formel-1-Deal zündet nicht
Puma meldete eine umfassende, mehrjährige Kooperation mit McLaren Racing. Ab der Saison 2026 übernimmt der Konzern die Ausstattung des Teams sowie das Design der Replika- und Lifestyle-Kollektionen. Der operative Startschuss fällt unmittelbar: Bereits heute, am 20. Januar, kommt die erste gemeinsame Lifestyle-Kollektion auf den Markt.
Marktteilnehmer reagierten auf diesen strategischen Vorstoß im margenstarken Motorsport-Segment jedoch mit demonstrativer Zurückhaltung. Statt einer Erholungsrallye setzte sich der Abwärtstrend fort. Der Kurs gab zuletzt weiter nach und entfernte sich damit fast 48 Prozent von seinem 52-Wochen-Hoch, das noch im Januar 2025 bei über 40 Euro markiert wurde. Die Skepsis der Anleger wiegt derzeit schwerer als operative Erfolgsmeldungen.
BlackRock baut Position aus
Während Privatanleger und Trader zögern, nutzen institutionelle Schwergewichte das gedrückte Kursniveau. Laut einer aktuellen Stimmrechtsmitteilung hat BlackRock seine Beteiligung an Puma ausgebaut. Die direkten Stimmrechtsanteile kletterten von 2,87 Prozent auf 3,04 Prozent. Inklusive Finanzinstrumente hält der Vermögensverwalter nun Zugriff auf 3,32 Prozent der Anteile.
Dieser Schritt wird von Marktbeobachtern oft als Vertrauensbeweis in die langfristige Strategie gewertet, steht jedoch im krassen Widerspruch zur aktuellen Preisfindung an der Börse. Das "Smart Money" scheint hier eine andere Perspektive einzunehmen als der breite Markt, der sich von den operativen Sorgen leiten lässt.
Belastungsfaktoren überwiegen
Trotz der prominenten Unterstützung durch BlackRock und McLaren bleibt die Puma-Aktie in einem schwierigen Umfeld gefangen. Grund für die anhaltende Nervosität ist unter anderem die schwelende Unsicherheit bezüglich der Großaktionärin Artemis. Die Spekulation, dass das 29-Prozent-Paket auf den Markt geworfen werden könnte, deckelt jegliche Erholungsversuche effektiv.
Zudem divergieren die Einschätzungen der Analysten massiv, was die Orientierungslosigkeit der Anleger verstärkt. Während die UBS ein Kursziel von lediglich 19,60 Euro ausruft und damit weiteres Abwärtspotenzial sieht, hält Berenberg an optimistischen 40 Euro fest. Solange die operative Nachfrageschwäche in Schlüsselmärkten anhält und die Eigentümerstruktur Fragen aufwirft, reichen Einzelmeldungen wie der McLaren-Deal offenbar nicht für eine Trendwende aus. Das charttechnische Bild bleibt mit einem Abstand von rund 37 Prozent zum 52-Wochen-Tief zwar oberhalb der absoluten Tiefststände, aber weiterhin angeschlagen.
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