Ein einziger Analystenkommentar hat zum Wochenschluss gereicht, um Puma kräftig durchzuschütteln. Obwohl sich die Kritik ursprünglich an Adidas richtete, geriet auch der kleinere Wettbewerber deutlich unter Druck. Wie stark wirkt dieser Dominoeffekt auf die Puma Aktie tatsächlich?

Auslöser: Skepsis zu Adidas, Wirkung bei Puma

Den Stein ins Rollen brachte eine Analyse der kanadischen Bank RBC. Analyst Piral Dadhania zeigte sich darin deutlich skeptisch, was die Jahresziele angeht, die Adidas im März für das neue Geschäftsjahr vorstellen dürfte.

Nach seiner Einschätzung könnten die Adidas-Prognosen rund 10 % unter den aktuellen Markterwartungen liegen. Diese vorsichtige Sicht auf den Branchenprimus schlug sofort auf den gesamten Sportartikelsektor durch – und traf Puma besonders hart.

Der Freitagsschlusskurs lag bei 18,50 Euro, ein Tagesminus von 14,11 %. Damit hat sich der zuletzt aufgebaute Optimismus schlagartig eingetrübt.

Übernahmespekulationen ausgebremst

In den Wochen zuvor hatten Gerüchte über eine mögliche Übernahme den Kurs von Puma spürbar gestützt. Diese Fantasie scheint mit dem Kursrutsch vorerst verpufft zu sein.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

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  • Auslöser: Kritischer Analysten-Report von RBC zu den Adidas-Aussichten
  • Kursreaktion Puma: Tagesverlust von rund 14 % auf 18,50 Euro
  • Stimmung: Übernahmespekulationen deutlich abgekühlt
  • Branche: Skepsis gegenüber Adidas belastet den gesamten Sportartikelsektor

Die negative Einschätzung zu Adidas hat die Sicht vieler Anleger auf die Perspektiven der gesamten Branche verändert. Die Sorge: Wenn der Marktführer seine Ziele senken muss, könnten ähnliche Herausforderungen auch bei anderen Anbietern wie Puma auftreten.

Technisches Bild: Klarer Abwärtstrend

Charttechnisch sieht die Lage angespannt aus. Auf Wochensicht hat die Aktie gut 15 % verloren, in den vergangenen 30 Tagen sogar knapp 28 %. Auf Zwölfmonatssicht steht ein Rückgang von gut 43 % zu Buche – exakt der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch von 32,48 Euro, das im Januar 2025 markiert wurde.

Aktuell notiert der Kurs deutlich unter den zentralen Durchschnittslinien:

  • Abstand zum 50‑Tage-Durchschnitt: rund -14 %
  • Abstand zum 200‑Tage-Durchschnitt: rund -12 %

Damit ist der Abwärtstrend klar intakt. Der Relative-Stärke-Index (RSI) auf 14‑Tage-Basis liegt bei 73,2 und signalisiert kurzfristig ein überkauftes bzw. überzogenes Verkaufsmomentum. Gleichzeitig verweist eine annualisierte 30‑Tage-Volatilität von 84,5 % auf starke Schwankungen.

Der jüngste Einbruch macht deutlich, wie nervös der Markt aktuell auf neue Informationen aus dem Sektor reagiert. Die starke Reaktion auf eine Analyse zu Adidas legt nahe, dass Investoren mögliche Risiken inzwischen branchenweit einpreisen.

Fazit: Nervöser Sektor, angeschlagener Kurs

Puma wird aktuell nicht wegen eigener Nachrichten verkauft, sondern im Schatten einer skeptischen Adidas-Einschätzung. Der starke Kursrückgang hat die Aktie klar in den Abwärtstrend zurückgedrängt und frühere Übernahmespekulationen weitgehend neutralisiert.

Für die weitere Entwicklung dürften nun zwei Faktoren entscheidend sein: Zum einen, welche Prognosen Adidas tatsächlich im März vorlegt und ob sich die Befürchtungen von RBC bewahrheiten. Zum anderen, ob Puma mit eigenen Zahlen und Ausblicken überzeugende Argumente liefern kann, die sich vom Branchenpessimismus abkoppeln.

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