Prospect Capital bittet seine Aktionäre um grünes Licht für eine weitreichende Entscheidung. Das Management möchte die Erlaubnis erhalten, neue Aktien auch dann auszugeben, wenn der Börsenkurs deutlich unter dem Nettoinventarwert (NAV) liegt. Dieser Schritt soll dem Unternehmen in einem volatilen Marktumfeld die nötige finanzielle Handlungsfähigkeit sichern.

Flexibilität trotz deutlichem Kursabschlag

Die geplante Autorisierung würde es Prospect Capital ermöglichen, über die nächsten zwölf Monate Stammaktien unterhalb des NAV zu veräußern. Dabei ist jede einzelne Transaktion auf maximal 25 Prozent der ausstehenden Aktien begrenzt. Das Management sieht darin ein wichtiges Werkzeug, um Kapital für neue Investitionschancen zu generieren oder bestehende Verbindlichkeiten zurückzuzahlen – insbesondere in Phasen, in denen die Aktie mit einem hohen Abschlag gehandelt wird.

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Aktuell ist dieser Abschlag massiv: Während der zuletzt gemeldete Nettoinventarwert bei 6,21 US-Dollar pro Aktie lag, notiert der Titel an der Börse deutlich tiefer. Am Freitag bewegte sich der Kurs bei rund 2,30 Euro. Reicht die Neuausrichtung auf erstrangig besicherte Kredite aus, um das Vertrauen der Anleger trotz der drohenden Verwässerung zurückzugewinnen?

Fokus auf Sicherheit im Portfolio

Hinter der Kapitalfrage steht eine strategische Anpassung des Portfolios. Im jüngsten Quartalsbericht für das zweite Fiskalquartal 2026, das einen Nettoertrag aus Kapitalanlagen von 91 Millionen US-Dollar auswies, wurde ein deutlicher Trend sichtbar. Prospect Capital erhöht konsequent den Anteil an erstrangig besicherten Krediten ("First Lien"), der inzwischen auf 71,4 Prozent gestiegen ist.

Gleichzeitig zieht sich das Unternehmen fast vollständig aus riskanteren, nachrangigen strukturierten Anleihen zurück. Diese Konzentration auf das Kerngeschäft der Mittelstandsfinanzierung soll die Stabilität erhöhen. Für die Monate Februar bis April wurden bereits monatliche Ausschüttungen von 0,045 US-Dollar je Aktie angekündigt.

Die Entscheidung über die neue Kapitalermächtigung liegt nun bei den Anteilseignern, die im Rahmen einer außerordentlichen Versammlung über den Vorschlag abstimmen können.

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