Südkoreas Leitindex steht vor einem der schwersten Wochenverluste dieses Jahres. Gleich zwei Belastungsfaktoren haben den KOSPI in die Zange genommen: ein technologisches Signal aus dem Silicon Valley und anhaltende Unsicherheit rund um den Nahost-Konflikt.

Chip-Aktien unter Druck

Den Auslöser für den jüngsten Kurseinbruch lieferte ausgerechnet Google. Der Tech-Konzern stellte diese Woche einen neuen Komprimierungsalgorithmus namens TurboQuant vor, der den Arbeitsspeicherbedarf von KI-Programmen erheblich senken soll. Für die koreanischen Chip-Riesen Samsung und SK Hynix ist das keine gute Nachricht: Weniger Speicherbedarf bedeutet potenziell weniger Nachfrage nach ihren Produkten.

Samsung verlor im Wochenverlauf rund 13,2 Prozent, SK Hynix büßte etwa 11 Prozent ein. Am Freitag setzten sich die Verluste fort – beide Titel gaben noch einmal rund 4 beziehungsweise 4,5 Prozent nach. Kann sich der Sektor erholen, wenn die längerfristigen Auswirkungen von TurboQuant noch völlig unklar sind? Die Antwort darauf dürfte die Märkte noch eine Weile beschäftigen – Analysten sehen das Risiko strukturell sinkender Speichernachfrage durch neue KI-Architekturen als real an.

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Nahost-Unsicherheit als zweiter Gegenwind

Neben dem Chip-Schock belastet die geopolitische Lage das Sentiment. Trump verlängerte am Donnerstagabend die Frist für mögliche US-Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur um zehn Tage und signalisierte gewisse Fortschritte bei Verhandlungen. Doch Teheran dementierte direkte Gespräche mit Washington und soll lediglich einen 15-Punkte-Waffenstillstandsplan prüfen. In der Nacht zu Freitag gab es Berichten zufolge weiter Angriffe zwischen Iran und Nachbarstaaten.

Wall Street hatte darauf bereits am Donnerstag mit deutlichen Verlusten reagiert. Die asiatischen Märkte folgten dem schwachen Vorbild, wenngleich sich die Verluste im Tagesverlauf etwas abschwächten. S&P-500-Futures legten am Freitagmorgen um 0,3 Prozent zu – ein kleines Aufatmen, das die Wochenbilanz aber kaum retten wird.

KOSPI: Schlusslicht in Asien

Mit einem Wochenverlust von rund 8,5 Prozent ist der KOSPI der schwächste große Leitindex Asiens in dieser Woche. Nikkei 225 und Topix verloren deutlich weniger, Chinas CSI 300 und der Hang Seng hielten sich vergleichsweise stabil. Der australische ASX 200 profitierte sogar leicht von steigenden Ölpreisen.

Der KOSPI leidet besonders, weil sein Schwergewicht im Halbleitersektor liegt – und genau dort trifft der Markt gerade die härtesten Bewertungskorrekturen. Solange die Debatte um KI-Speicherbedarf und den Nahost-Konflikt nicht an Klarheit gewinnt, bleibt der Abwärtsdruck auf den südkoreanischen Markt bestehen.

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