Procter & Gamble Aktie: Stabil mit Warnsignal
Die Procter-&-Gamble-Aktie hat zur Wochenmitte leicht zugelegt und notiert aktuell im Bereich von 146 US‑Dollar. Im Fokus stehen eine bestätigte Dividende, vorsichtige Anpassungen der Analystenziele und eine ungewöhnliche Mini-Übernahmeofferte weit unter Marktpreis. Entscheidend wird nun, ob der Konsumgüterkonzern mit den anstehenden Quartalszahlen seinen defensiven Ruf untermauern kann.
Dividende bleibt verlässlich
Der Verwaltungsrat hat eine quartalsweise Dividende von 1,0568 US‑Dollar je Aktie beschlossen. Auf Jahresbasis entspricht das rund 4,23 US‑Dollar je Aktie.
Wichtige Eckpunkte für Anleger:
- Dividendenrendite: rund 2,9 % auf Basis des aktuellen Kurses
- Stichtag (Record Date): Freitag, 23. Januar
- Ex-Dividende: ebenfalls Freitag, 23. Januar
- Zahlungstermin: Dienstag, 17. Februar
Die Ausschüttungsquote liegt bei etwa 61,6 % des Gewinns. Damit wirkt die Dividende weiterhin gut durch das laufende Ergebnis gedeckt und bleibt ein zentraler Stützpfeiler für die Aktie.
Warnung vor Mini-Tender-Angebot
Für bestehende Aktionäre besonders wichtig ist eine unaufgeforderte „Mini-Tender“-Offerte der Gesellschaft Potemkin Limited. Dieses Unternehmen bietet an, bis zu 50.000 P&G-Stammaktien zu 100 US‑Dollar je Stück zu kaufen.
Das Angebot liegt damit rund 31 % unter dem aktuellen Kursniveau von etwa 146 US‑Dollar. P&G rät den Aktionären ausdrücklich, diese Offerte abzulehnen. Mini-Tender-Angebote zielen typischerweise auf unter 5 % der ausstehenden Aktien ab und umgehen so die üblichen Offenlegungspflichten der US-Börsenaufsicht SEC. Häufig werden sie zu deutlich unter dem Marktpreis liegenden Konditionen platziert und können unaufmerksame Investoren benachteiligen.
Blick auf Q2-Zahlen und Ausblick
Die Aufmerksamkeit des Marktes richtet sich nun auf die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal, die am Donnerstag, 22. Januar, vor Börsenstart veröffentlicht werden sollen.
Die aktuellen Konsensschätzungen:
- Ergebnis je Aktie (EPS): 1,87 US‑Dollar
- Umsatz: rund 22,36 Mrd. US‑Dollar
- Prognose Geschäftsjahr 2026: EPS-Spanne von 6,83 bis 7,10 US‑Dollar
Im ersten Quartal hatte P&G mit einem Gewinn je Aktie von 1,99 US‑Dollar die Erwartungen um 0,09 US‑Dollar übertroffen. Für Analysten bleibt entscheidend, ob der Konzern seine Preissetzungsmacht im defensiven Konsumgütersegment behaupten kann.
Analysten passen Kursziele an
Trotz der stabilen Dividendenperspektive haben mehrere Häuser ihre Kursziele an das aktuelle Umfeld angepasst:
- TD Cowen: Ziel von 168 auf 150 US‑Dollar reduziert, Einstufung „Buy“ beibehalten
- Wells Fargo: Kursziel auf 158 US‑Dollar gesenkt, Rating „Overweight“ bestätigt
- Barclays: Ziel leicht auf 151 US‑Dollar angepasst, Einstufung „Equal Weight“
Im Konsens bleibt die Aktie mit „Moderate Buy“ eingestuft. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 168,55 US‑Dollar und signalisiert damit weiter Aufwärtspotenzial, auch wenn die kurzfristigen Annahmen vorsichtiger geworden sind.
Technische Ausgangslage
Charttechnisch testet die Aktie derzeit einen Widerstand im Bereich von 146,90 US‑Dollar. Die 50‑Tage-Linie bei 144,80 US‑Dollar fungiert als erste Unterstützungszone. Ein nachhaltiger Ausbruch über 146 US‑Dollar würde ein Ende der jüngsten Seitwärtsphase andeuten.
Auf der Unterseite gilt die Marke von 142 US‑Dollar als wichtiger Halt. Sollte diese nicht verteidigt werden, wären Rücksetzer in Richtung des Tiefs aus 2025 bei 137,62 US‑Dollar möglich.
Der anstehende Ergebnisbericht am 22. Januar dürfte kurzfristig die Richtung vorgeben – sowohl fundamental als auch technisch.
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