Procter & Gamble Aktie: Investitionspläne veröffentlicht
Procter & Gamble muss sich gerade in einem Umfeld behaupten, in dem Konsumenten genauer hinschauen – und Kosten durch Zölle und Umstrukturierungen spürbar werden. Nach den Zahlen für das zweite Geschäftsquartal und einer Analysten-Abstufung sortieren Anleger deshalb neu. Wie stabil ist das Wachstum, wenn höhere Preise kaum noch ziehen?
Zahlen: Stabil, aber ohne Rückenwind
Die Quartalszahlen (veröffentlicht am 22. Januar) liefern ein gemischtes Bild. Der Umsatz stieg zwar leicht auf 22,2 Milliarden US-Dollar. Entscheidend ist jedoch: Das organische Wachstum blieb unterm Strich bei null. Preiserhöhungen konnten einen Rückgang der Absatzmengen nur ausgleichen – ein Hinweis darauf, dass die Nachfrage in Teilen empfindlicher geworden ist.
Beim Ergebnis zeigte sich ebenfalls diese Zweiteilung. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,88 US-Dollar auf Vorjahresniveau und knapp über den Erwartungen. Nach GAAP fiel das verwässerte EPS dagegen um 5% auf 1,78 US-Dollar – laut Unternehmen vor allem wegen höherer Restrukturierungskosten.
Analysten werden vorsichtiger
Die Börse reagierte danach nicht eindeutig – und die Einschätzung von TD Cowen (27. Januar) passt ins Bild: Die Analysten stuften die Aktie von „Buy“ auf „Hold“ zurück, hoben aber gleichzeitig das Kursziel an. Kernargument: Die Erholung dürfte sich ziehen. TD Cowen rechnet damit, dass das organische Wachstum in den kommenden zwei Jahren gedämpft bleiben könnte – unter anderem wegen begrenzter Preissetzungsmacht und Druck in einzelnen Konsumentensegmenten.
Auch der Ausblick bekam einen kleinen Dämpfer. P&G senkte die Prognose für das GAAP-Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2026 und erwartet jetzt nur noch 1% bis 6% Wachstum (zuvor höher), begründet mit den Restrukturierungsbelastungen. Die Ziele für organisches Umsatzwachstum und das bereinigte EPS-Wachstum ließ der Konzern hingegen unverändert.
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Wichtige Punkte im Überblick:
- Q2-Umsatz: 22,2 Mrd. USD (+1% zum Vorjahr)
- Organisches Wachstum: 0% (Preise kompensieren geringere Mengen)
- Bereinigtes EPS: 1,88 USD (stabil)
- GAAP-EPS: 1,78 USD (-5%, Restrukturierungskosten)
- GAAP-EPS-Guidance FY2026: 1% bis 6% Wachstum
Dividende, Rückkäufe – und Umbau bis 2027
Trotz der verhaltenen Wachstumsdynamik hält P&G an hohen Kapitalrückflüssen fest. Im zweiten Quartal flossen 4,8 Milliarden US-Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe an Aktionäre zurück. Die nächste Quartalsdividende von rund 1,06 US-Dollar je Aktie soll um den 17. Februar 2026 ausgezahlt werden (Stichtag: 23. Januar).
Parallel läuft der mehrjährige Umbauplan weiter: Seit Mitte 2025 reorganisiert P&G unter anderem die Lieferkette, das Programm soll bis 2027 laufen. Dazu passt auch die jüngste Portfolio-Aktivität: Am 27. Januar meldete der Konzern die Übernahme von Wonderbelly, einer Marke für Verdauungsgesundheit, zur Erweiterung des Wellness-Geschäfts.
Am Markt spiegelt sich die Gemengelage aus soliden Cashflows und zähem Wachstum in einer insgesamt angespannten, aber nicht panischen Lage wider: Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 150,13 US-Dollar, damit rund 10% unter dem 52‑Wochen-Hoch. Der nächste konkrete Termin ist die Dividendenzahlung um den 17. Februar – während sich der Blick darüber hinaus vor allem auf den Fortschritt der Restrukturierung und die Frage richtet, ob wieder mehr Absatzwachstum möglich wird.
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