Procter & Gamble Aktie: Wachsende Erfolge!
Procter & Gamble hat ein gemischtes Quartal abgeliefert – mit leicht verfehltem Umsatz, aber besserem Ergebnis als erwartet und einer strategischen Übernahme im Gesundheitsbereich. Gleichzeitig dämpft das Management die offizielle Gewinnprognose nach GAAP, hält aber an den wichtigsten Kernzielen fest. Spannend ist vor allem die Frage, ob der Konzern seine angekündigte Beschleunigung in der zweiten Jahreshälfte wirklich umsetzen kann.
Quartal mit Licht und Schatten
Der Konsumgüterkonzern legte am Donnerstag seine Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2026 vor. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie (Core EPS) übertraf P&G die Erwartungen leicht: 1,88 US-Dollar statt der prognostizierten 1,86 US-Dollar. Der Umsatz blieb dagegen etwas hinter den Schätzungen zurück: 22,21 Milliarden US-Dollar bedeuteten zwar ein Plus von 1 % gegenüber dem Vorjahr, lagen aber unter den erwarteten 22,36 Milliarden US-Dollar. Die organischen Erlöse stagnierten im Jahresvergleich.
In den Segmenten zeigte sich ein gespaltenes Bild. Der Bereich Beauty konnte organisch um 4 % zulegen und war damit klarer Treiber im Portfolio. Dagegen verzeichnete die Sparte Baby, Feminine & Family Care einen Rückgang der organischen Umsätze um 4 %, was die gesamte Entwicklung dämpfte.
Dass die Aktie zum Wochenschluss dennoch recht robust unterwegs war, passt ins Bild: Mit rund 4 % Plus auf Sicht von sieben wie auch von 30 Tagen und einem Kurs von 150,26 US-Dollar am Freitag notiert der Titel aktuell deutlich über seinen wichtigen Durchschnittslinien der vergangenen 50 und 200 Tage.
Strategische Akquisition im Gesundheitssegment
Unmittelbar nach den Zahlen setzte P&G am Freitag die nächste Akzentverschiebung im Portfolio: Der Konzern übernimmt Wonderbelly, eine Marke für Produkte im Bereich Verdauungsgesundheit. Damit stärkt P&G sein Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten und ergänzt bestehende Marken im Bereich Personal Health Care um eine weitere OTC-Digestive-Health-Linie.
Die Botschaft ist klar: Neben dem klassischen Konsumgütergeschäft will P&G die margenstärkeren und wachstumsstärkeren Gesundheitsprodukte weiter ausbauen. Marktbeobachter dürften die Übernahme daher als konsequente Fortsetzung der bisherigen Strategie werten, das Gesundheitsportfolio zu verbreitern.
Parallel reagierten Investmentbanken auf Zahlen und Ausblick. JPMorgan stufte die Aktie von „Neutral“ auf „Overweight“ hoch. UBS, Wells Fargo und BofA Securities passten ihre Kursziele an und signalisierten damit insgesamt eine eher positive Einordnung der gemeldeten Entwicklung und der bestätigten Jahresziele.
Ausblick: Schwächstes Quartal abgehakt
Das Management sprach offen von einem „herausfordernden Verbraucher- und geopolitischen Umfeld“. Finanzchef Andre Schulten bezeichnete das zweite Quartal als voraussichtlich „weichstes Quartal“ des Geschäftsjahres. Belastet haben vor allem eine schwächere Konsumnachfrage in den USA sowie die Nachwirkungen eines früheren Government Shutdown.
Trotz der gedämpften Rahmenbedingungen passt P&G seine Prognose nur selektiv an. Die Erwartung für das Wachstum des verwässerten GAAP-Gewinns je Aktie wird auf eine Spanne von 1 % bis 6 % reduziert (zuvor 3 % bis 9 %). Begründet wird dies mit höheren Restrukturierungskosten. Die zentrale Kennziffer für viele Investoren, das Wachstum des bereinigten Kerngewinns je Aktie, bleibt allerdings unverändert bei 0 % bis 4 %.
Auch bei den Umsätzen hält der Konzern an seiner bisherigen Linie fest: Für das Gesamtjahr 2026 werden weiterhin „all-in“ Erlössteigerungen zwischen 1 % und 5 % in Aussicht gestellt. Die Prognose für das Wachstum der organischen Erlöse liegt ebenfalls bei 0 % bis 4 %, die Bandbreite für das Core EPS wird mit 6,83 bis 7,09 US-Dollar bestätigt.
Zusätzlich unterstreicht P&G seine Aktionärsorientierung mit einer Quartalsdividende von 1,0568 US-Dollar je Aktie. Insgesamt will der Konzern im laufenden Geschäftsjahr rund 10 Milliarden US-Dollar an Dividenden ausschütten und zusätzlich eigene Aktien im Volumen von etwa 5 Milliarden US-Dollar zurückkaufen.
Damit steht ein klares Bild: Procter & Gamble arbeitet sich durch ein schwieriges Umfeld, nimmt bewusst höhere Restrukturierungskosten in Kauf, hält aber an seinen zentralen Wachstums- und Ertragszielen fest und setzt zugleich mit der Wonderbelly-Übernahme einen Akzent im margenstärkeren Gesundheitssegment. Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres hat CEO Shailesh Jejurikar ausdrücklich stärkere Resultate in Aussicht gestellt – daran wird sich das Unternehmen nun messen lassen müssen.
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