Procter & Gamble Aktie: Gewinn überzeugt
Procter & Gamble hat die Erwartungen an die Profitabilität im zweiten Quartal übertroffen – trotz stagnierender Umsätze und zurückhaltender Verbraucher. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung von rund 2,6 Prozent auf 150 Dollar. Offenbar honoriert der Markt die Fähigkeit des Konsumgüter-Riesen, seine Margen auch in schwierigem Umfeld zu verteidigen.
Ergebnis schlägt Umsatz
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (endend am 31. Dezember 2025) erzielte Procter & Gamble einen Umsatz von 22,21 Milliarden Dollar – ein Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten allerdings mit 22,29 bis 22,36 Milliarden Dollar gerechnet. Die Erlöse blieben damit hinter den Erwartungen zurück.
Entscheidend für die positive Kursreaktion war jedoch das Ergebnis je Aktie. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag bei 1,88 Dollar und übertraf die Konsensschätzung von 1,86 bis 1,87 Dollar. Zwar blieb dieser Wert auf Vorjahresniveau, doch in einem Umfeld mit rückläufigen Absatzmengen werten Investoren diese Stabilität als Erfolg.
Das organische Umsatzwachstum – bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte – verharrte bei null Prozent. Während höhere Preise einen Prozentpunkt zum Wachstum beitrugen, sanken die Absatzvolumina um ein Prozent. Das Management bezeichnete das Quartal als das "schwächste" und verwies auf Sondereffekte wie Lageraufstockungen im Vorjahr sowie eine zunehmende Zurückhaltung der Verbraucher.
Disparate Sparten-Entwicklung
Die Geschäftsbereiche entwickelten sich unterschiedlich:
- Beauty: +4 Prozent organisches Wachstum
- Health Care: +3 Prozent
- Grooming: 0 Prozent (stagnierend)
- Fabric & Home Care: 0 Prozent
- Baby, Feminine & Family Care: -4 Prozent (deutlicher Rückgang)
Besonders die Schwäche im Baby- und Familienpflege-Segment belastete die Gesamtbilanz. CFO Andre Schulten betonte, dass Konsumenten vermehrt zu günstigeren Handelsmarken wechseln.
Ausblick bestätigt
Procter & Gamble hielt an der Prognose für das Gesamtjahr fest. Das Unternehmen erwartet weiterhin ein organisches Umsatzwachstum zwischen null und vier Prozent sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie von 6,83 bis 7,09 Dollar (entspricht ebenfalls null bis vier Prozent Wachstum).
Das Management setzt auf eine Erholung in der zweiten Jahreshälfte. Treiber sollen Effizienzsteigerungen durch Datenanalyse, KI-gestützte Prozesse und Optimierungen in der Lieferkette sein. Zudem plant P&G, rund 15 Milliarden Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückzugeben. Die jüngst angekündigte Quartalsdividende beträgt 1,0568 Dollar je Aktie.
Ob die versprochene Trendwende im zweiten Halbjahr tatsächlich eintritt, bleibt abzuwarten. Bis dahin dürfte die Fähigkeit, trotz Volumenschwäche profitabel zu bleiben, für Anleger das zentrale Argument bleiben.
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