Vor den Quartalszahlen am kommenden Mittwoch herrscht Unsicherheit bei Procter & Gamble. Während einige Marktbeobachter den Konsumgüterriesen als „sicheren Hafen“ in volatilen Zeiten loben, warnen andere vor gedämpftem organischen Wachstum. Anleger stehen nun vor der Entscheidung, ob die jüngste Korrektur eine günstige Einstiegschance bietet oder tiefere strukturelle Probleme signalisiert.

Unterschiedliche Expertenmeinungen

Die Analysten sind sich über die kurzfristigen Aussichten uneins. Barclays-Expertin Lauren Lieberman hob am Freitag ihr Kursziel leicht auf 155 US-Dollar an. Sie betrachtet die relative Stärke der Aktie jedoch weniger als Resultat fundamentaler Verbesserungen, sondern eher als eine „Flucht in die Sicherheit“ angesichts der allgemeinen Marktunsicherheit. Gleichzeitig warnte sie vor möglichem Gegenwind durch Ölpreise und Währungsschwankungen im laufenden Jahr.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Procter & Gamble?

UBS-Analyst Peter Grom blieb zwar bei seiner Kaufempfehlung und einem Ziel von 161 US-Dollar, dämpfte jedoch die Erwartungen für den konkreten Geschäftsverlauf: Das organische Wachstum im zweiten Geschäftsquartal dürfte seiner Einschätzung nach eher verhalten ausfallen.

Institutionelle Verkäufe und Warnung an Aktionäre

Im Hintergrund agierten institutionelle Investoren zuletzt vorsichtiger. So reduzierten Ritholtz Wealth Management und Country Trust Bank ihre Positionen im dritten Quartal spürbar. Abseits des Handelsgeschehens sah sich das Management gezwungen, vor einem unaufgeforderten „Mini-Tender-Angebot“ von Potemkin Limited zu warnen. Das Unternehmen empfahl seinen Aktionären dringend, dieses Angebot abzulehnen, da der gebotene Preis unter dem aktuellen Marktwert liegt.

Dividende als Stabilitätsanker

Trotz der Kursverluste von rund 20 Prozent seit den Hochs im November 2024 bleibt die Dividendenkontinuität ein zentrales Argument für den Titel. Der Konzern kündigte eine Quartalsausschüttung von 1,0568 US-Dollar je Anteilsschein an. Mit 69 Jahren in Folge ohne Kürzung gehört das Unternehmen zu den zuverlässigsten Zahlern am Markt, auch wenn der Schlusskurs am Freitag bei 144,53 US-Dollar stagnierte.

Spannung vor den Zahlen

Die weitere Richtung entscheidet sich am 22. Januar 2026, wenn Procter & Gamble die Bücher öffnet. Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen die Jahresprognose für den Gewinn je Aktie von 6,83 bis 7,10 US-Dollar bestätigen kann. Unmittelbar darauf folgt am 23. Januar der Ex-Dividenden-Tag, was technisch bedingt für zusätzliche Bewegung im Kurs sorgen könnte.

Procter & Gamble-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Procter & Gamble-Analyse vom 17. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Procter & Gamble-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Procter & Gamble-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Procter & Gamble: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...