Während Porsche am Wochenende motorsportliche Geschichte schrieb, trüben die Geschäftszahlen das Gesamtbild: Mit einem Absatzminus von 10 Prozent und einem dramatischen China-Einbruch steht der Sportwagenbauer vor Herausforderungen. Gleichzeitig feiert die Rennsportabteilung ihren dritten Daytona-Sieg in Folge – ein Kontrast, der die aktuelle Lage prägnant zusammenfasst.

Die wichtigsten Fakten:
- Auslieferungen 2025: 279.449 Fahrzeuge (-10% vs. Vorjahr)
- China-Absatz bricht um 26% ein auf 41.938 Einheiten
- Porsche 963 gewinnt zum dritten Mal in Serie die 24h Daytona
- Elektrifizierungsanteil steigt auf 34,4% (+7,4 Prozentpunkte)
- 911 erreicht Auslieferungsrekord mit 51.583 Einheiten (+1%)

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Motorsport-Glanz zum Jubiläumsauftakt

Der Porsche 963 mit Felipe Nasr, Julien Andlauer und Laurin Heinrich setzte sich am Sonntag mit nur 1,569 Sekunden Vorsprung beim legendären 24-Stunden-Rennen von Daytona durch. Für Porsche bedeutet dies den 21. Gesamtsieg bei diesem Klassiker – absoluter Rekord. Als erster Hersteller in der modernen GTP-Ära gelang dem Stuttgarter Konzern damit ein Hattrick.

Der Triumph zum Auftakt des Jubiläumsjahrs „75 Jahre Porsche Motorsport" liefert wichtige Imageimpulse. Das Schwesterfahrzeug komplettierte das starke Ergebnis mit Platz vier.

China-Schwäche belastet Jahresbilanz massiv

Die operative Realität sieht anders aus: Mit 279.449 ausgelieferten Fahrzeugen verfehlte Porsche das Vorjahresniveau (310.718) deutlich. Hauptgrund ist der Einbruch im wichtigen China-Geschäft um 26 Prozent auf 41.938 Einheiten. Der Konzern verweist auf schwierige Marktbedingungen im Luxussegment und intensiven Wettbewerb bei Elektrofahrzeugen.

Auch Europa enttäuschte mit einem Rückgang von 13 Prozent, der Heimatmarkt Deutschland schwächelte mit minus 16 Prozent. Einzig Nordamerika hielt mit stabilen 86.229 Auslieferungen die Stellung und bleibt größte Absatzregion.

Modellmix zeigt Licht und Schatten

Der Macan führt mit 84.328 Auslieferungen (+2%) die Palette an, mehr als die Hälfte davon vollelektrisch. Die Ikone 911 markierte mit 51.583 Einheiten einen neuen Rekord. Deutlich unter Druck steht dagegen der Taycan mit 16.339 Fahrzeugen (-22%). Der Cayenne verzeichnete 80.886 Auslieferungen (-21%), wobei Nachholeffekte aus dem Vorjahr das Minus erklären.

Die Elektrifizierung schreitet voran: Der Anteil stieg auf 34,4 Prozent, in Europa wurden erstmals mehr elektrifizierte als reine Verbrennermodelle ausgeliefert. Der BEV-Anteil von 22,2 Prozent erreichte das obere Ende der Zielspanne.

Neustart unter neuer Führung

Seit Jahresbeginn führt Dr. Michael Leiters als neuer CEO die Geschäfte. Er folgt auf Oliver Blume, der sich nun vollständig auf den VW-Konzern konzentriert. Porsche setzt auf eine „Value over Volume"-Strategie mit parallelen Antriebskonzepten. Am 11. März folgt der Jahresfinanzbericht 2025, der zeigen wird, wie sich die Absatzschwäche auf Umsatz und Marge ausgewirkt hat.

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