Porsche AG Aktie: Schlussfolgerungen ziehen
Die Porsche AG profitiert am Donnerstag von überraschend starken Cashflow-Zahlen der Konzernmutter Volkswagen. Die Aktie legt über 3 Prozent zu – und das, obwohl die operative Lage des Sportwagenbauers angespannt bleibt. Bernstein Research bekräftigt seine neutrale Einschätzung.
Die wichtigsten Fakten:
- Porsche-Aktie steigt um 3,12 Prozent auf 42,84 Euro
- VW meldet Netto-Cashflow von 6 Milliarden Euro für 2025
- Bernstein bestätigt "Neutral" mit Kursziel 50 Euro
- Auslieferungen bei Porsche 2025 um 10 Prozent gefallen
VW-Cashflow als Kurstreiber
Die Volkswagen AG überraschte am Mittwoch mit einem Netto-Cashflow von rund 6 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2025 – eine Milliarde mehr als im Vorjahr und deutlich über den Markterwartungen. Die VW-Aktie schoss daraufhin um über 5 Prozent nach oben. Dieser Schwung erfasst nun auch die Porsche-Tochter, obwohl Reuters explizit darauf hinwies, dass der starke Cashflow trotz der Probleme bei Porsche erzielt wurde.
Die neutrale Haltung von Bernstein Research spiegelt genau diesen Widerspruch. Das bestätigte Kursziel von 50 Euro liegt zwar 16 Prozent über dem aktuellen Niveau, doch die Analysten bleiben skeptisch gegenüber der kurzfristigen Gewinndynamik des Sportwagenherstellers.
Operative Herausforderungen bleiben bestehen
Die fundamentale Lage bei Porsche ist angespannt. Im Jahr 2025 brachen die Auslieferungen um rund 10 Prozent ein. Verantwortlich dafür waren vor allem die schwache Nachfrage in China und Lücken im Modellzyklus. Hinzu kam ein Rückruf von über 173.000 Fahrzeugen in den USA wegen defekter Rückfahrkameras.
Seit Jahresbeginn steht die Aktie mit knapp 9 Prozent im Minus. Der gesamte Automobilsektor kämpft zudem mit geopolitischen Risiken – erst Mitte Januar warnten Analysten vor möglichen neuen Zöllen durch US-Präsident Donald Trump, die europäische Hersteller empfindlich treffen könnten.
Charttechnisch auf der Suche nach einem Boden
Die Aktie ringt um eine Stabilisierung im Bereich der 40-Euro-Marke. Der heutige Anstieg ist ein erstes positives Signal, muss aber durch weiteres Kaufvolumen bestätigt werden. Die nächste wichtige Hürde liegt bei 50 Euro – dem Kursziel von Bernstein. Während JP Morgan weiterhin zum Kauf rät, bleiben andere Häuser wie Barclays vorsichtig und gewichten die China-Abhängigkeit sowie geopolitische Risiken stärker.
Entscheidend wird, ob Porsche in den kommenden Wochen glaubhaft darlegen kann, wie die Modelllücken im Jahr 2026 geschlossen werden und ob sich der chinesische Markt stabilisiert.
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