Die Porsche AG überraschte am Donnerstag mit einem ungewöhnlichen Kurssignal: Trotz gesenkter Analystenerwartungen legte die Aktie um 2,5 Prozent zu und schloss bei 42,56 Euro. Die Deutsche Bank reduzierte ihr Kursziel von 50 auf 45 Euro – doch genau diese Klarheit scheint dem Markt zu gefallen. Offenbar rechnen Investoren damit, dass das Schlimmste bereits eingepreist ist.

Die Eckdaten zur Situation:
- Kursziel von Deutsche Bank Research auf 45 Euro gesenkt (zuvor: 50 Euro)
- Einstufung bleibt trotzdem auf "Buy"
- Aktie reagiert paradox: Plus 2,5 Prozent nach Herabstufung
- Porsche erweitert parallel Werksabholungen am Hockenheimring

Analysten sehen den Boden erreicht

Die Kurszielreduktion durch Analyst Tim Rokossa ist keine Einzelmeinung mehr. Bereits einen Tag zuvor hatte Jefferies die Aktie mit "Hold" und einem Kursziel von ebenfalls 45 Euro eingestuft. Die Bewertungen spiegeln wider, was sich seit Monaten andeutet: Die operative Marge des Luxusherstellers steht massiv unter Druck.

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In den ersten neun Monaten 2025 brach das operative Ergebnis auf magere 40 Millionen Euro ein – bei einem Konzernumsatz von 34,1 Milliarden Euro entspricht das einer Rendite von gerade einmal 0,2 Prozent. Zum Vergleich: Porsche strebt strategisch eine Marge von über 15 Prozent an. Verantwortlich für den Einbruch sind Sonderbelastungen durch die Produktstrategie, Anlaufprobleme neuer Modelle und die Absatzschwäche in China.

Auslieferungszahlen bestätigen schwieriges Jahr

Die Verkaufszahlen für 2025 unterstreichen die Herausforderungen: Mit 279.449 ausgelieferten Fahrzeugen verzeichnete Porsche einen Rückgang von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders das vierte Quartal fiel mit einem Minus von 21 Prozent dramatisch aus. Hinzu kommen Unsicherheiten durch mögliche US-Importzölle, die zusätzlich auf der Stimmung lasten.

Die positive Kursreaktion trotz dieser Zahlen deutet darauf hin, dass der Markt diese Faktoren bereits vollständig eingepreist hat. Die Festhaltung an der Kaufempfehlung durch die Deutsche Bank könnte Investoren signalisieren: 2025 war das Krisenjahr – 2026 wird die Erholung bringen.

Entscheidung fällt am 11. März

Der Blick richtet sich nun auf den 11. März 2026. An diesem Tag präsentiert Porsche die vollständigen Geschäftszahlen für 2025 und vor allem den Ausblick für das laufende Jahr. Analysten erwarten, dass das Management 2025 offiziell als Tiefpunkt deklariert und konkrete Schritte zur Margenerholung skizziert. Wie schnell die Rückkehr zur zweistelligen Profitabilität gelingt, wird über die weitere Kursentwicklung entscheiden. Mit dem Anstieg über 42 Euro konnte die Aktie zunächst eine technische Stabilisierung einleiten.

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