Die Porsche AG Aktie legte am Donnerstag um 2,46 Prozent auf 42,56 Euro zu – Auslöser war die überraschende Rücknahme von US-Zolldrohungen durch Präsident Trump im Grönland-Konflikt. Der gesamte europäische Automobilsektor startete eine Erholungsrally. Doch während die kurzfristige Entspannung im Handelsstreit für Aufatmen sorgt, bleiben die strukturellen Probleme des Sportwagenherstellers ungelöst.

Die Fakten auf einen Blick:
- Absatzeinbruch 2025: Minus 10 Prozent auf 279.449 Fahrzeuge
- China-Verkäufe: Minus 26 Prozent – dramatischster Rückgang
- Verzögerte Elektrifizierung kostete 1,8 Milliarden Euro Ergebnis
- Aktie seit Jahresbeginn: Minus 10 Prozent

Analysten kürzen Kursziele bei schwacher China-Nachfrage

Deutsche Bank-Analyst Tim Rokossa hält zwar am Buy-Rating fest, senkt das Kursziel jedoch von 50 auf 45 Euro. UBS reduzierte die Marke von 44 auf 42 Euro bei neutraler Einstufung. Die Begründung: überhöhte Markterwartungen für 2026 treffen auf anhaltenden Margendruck und schwache Nachfrage aus China.

Der Analystenkonsens liegt durchschnittlich bei 45,80 Euro – rund 8 Prozent über dem aktuellen Kursniveau. JP Morgan bekräftigte die Kaufempfehlung, während Barclays am Sell-Rating festhält. Die Spannweite der Einschätzungen zeigt die Unsicherheit über die weitere Entwicklung.

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Strukturkrise drückt aufs Ergebnis

2025 verzeichnete Porsche mit 279.449 ausgelieferten Fahrzeugen den stärksten Absatzrückgang seit der Finanzkrise 2009. Besonders gravierend: In China brachen die Verkäufe um 26 Prozent ein. Lokale Elektrofahrzeughersteller setzen dem Premiumanbieter massiv zu. Hinzu kommen das Auslaufen der 718 Boxster- und Cayman-Modelle sowie Lieferengpässe in Europa durch neue EU-Softwareregulierungen.

Die verzögerte Elektrifizierungsstrategie belastete das Ergebnis mit 1,8 Milliarden Euro. Kepler Cheuvreux erwartet für 2026 zwar erneut positive Cash-Conversion, verweist aber darauf, dass ein Großteil der erhofften Margenverbesserung auf niedrigere Restrukturierungskosten zurückgehen wird.

VW-Mutter mit Lichtblick

Mutterkonzern Volkswagen überraschte mit einem Netto-Cashflow von 6 Milliarden Euro für 2025 – eine Milliarde mehr als im Vorjahr und deutlich über den eigenen Prognosen. Die Investitionsquote sank auf 12 Prozent des Umsatzes. Das bedeutet allerdings auch: Der Spielraum für Porsche bei künftigen Investitionen könnte begrenzt bleiben.

Neuer CEO vor Bewährungsprobe

Seit Januar 2026 führt Michael Leiters als neuer Vorstandsvorsitzender den Konzern. Sein Fokus liegt auf Produktanpassungen und Kostenstruktur-Optimierungen. Am 11. März 2026 folgen die detaillierten Jahreszahlen für 2025 – ein entscheidender Termin. Investoren erwarten Klarheit über die Auswirkungen des China-Einbruchs auf Margen und Jahresausblick. Die charttechnische Lage bleibt angespannt: Die Aktie notiert unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten im Bereich von 44 bis 46 Euro.

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