Der Stuttgarter Sportwagenbauer steckt mitten in der tiefsten Ertragskrise seit Jahren. Die operative Marge ist von 14,1 Prozent auf lediglich 0,2 Prozent eingebrochen – Porsche arbeitet praktisch am Break-Even. Verantwortlich sind milliardenschwere Sonderbelastungen durch die strategische Neuausrichtung und eine fundamentale Kehrtwende bei der Elektrifizierung.

Die Zahlen der ersten neun Monate 2025 zeigen das ganze Ausmaß: Bei einem Umsatz von 26,86 Milliarden Euro (minus 6 Prozent) brach das operative Ergebnis von 4,035 Milliarden Euro auf nur noch 40 Millionen Euro ein. Das Management spricht offen von einer "Talsohle" und verspricht für 2026 eine spürbare Erholung.

Strategiewechsel kostet Milliarden

Der Premiumhersteller vollzieht eine radikale Kurskorrektur. Die ursprüngliche Zielsetzung – bis 2030 sollten 80 Prozent der Fahrzeuge vollelektrisch sein – wird kassiert. Stattdessen kommen zusätzliche Verbrenner und Plug-in-Hybride ins Portfolio. Bestimmte Elektromodelle starten später als geplant, die neue E-Plattform für die 2030er-Jahre wird technologisch neu konzipiert.

Diese Neuausrichtung belastet massiv:

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  • Sonderaufwendungen: 2,7 Milliarden Euro
  • US-Importzölle: Mittlerer dreistelliger Millionenbetrag
  • Batterie-Abschreibungen: Verluste bei der Cellforce Group
  • China-Schwäche: Anhaltend schwieriges Luxussegment

Cash-Flow gibt Hoffnung

Trotz des Gewinneinbruchs zeigt sich die Liquiditätslage stabil. Der automotive Netto-Cash-Flow stieg sogar auf 1,34 Milliarden Euro – die Marge verbesserte sich von 4,8 auf 5,6 Prozent. CFO Jochen Breckner verweist auf diese Widerstandsfähigkeit als Grundlage für die geplante Erholung ab 2026.

Für das Gesamtjahr 2025 erwartet der Konzern einen Umsatz zwischen 37 und 38 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von 0 bis 2 Prozent.

Neustart unter neuer Führung

Ab Januar 2026 übernimmt Michael Leiters den Vorstandsvorsitz. Der neue CEO steht vor der Herausforderung, die Profitabilität wiederherzustellen, ohne die Marke zu beschädigen. Bei den Auslieferungen zeigt sich bereits ein gemischtes Bild: Weltweit gingen 212.509 Fahrzeuge an Kunden (minus 6 Prozent), doch in den USA und Überseemärkten erreichte Porsche neue Rekorde. Der Anteil elektrifizierter Modelle stieg auf 35,2 Prozent.

Das Jahr 2026 wird zeigen, ob die strategische Kehrtwende greift und die operative Marge wieder in rentable Regionen steigt. Der Markt verlangt nach konkreten Ergebnissen – nicht nach weiteren Ankündigungen.

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