Nordex hat heute Morgen den nächsten Großauftrag aus dem deutschen Heimatmarkt vermeldet – und die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch. Dahinter steckt mehr als ein einzelner Deal: Das Unternehmen befindet sich operativ in der stärksten Phase seiner Geschichte.

Der Windturbinenhersteller liefert 40 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 279,2 MW an den Bestandskunden wpd – verteilt auf neun Projekte in Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen. Montage und Lieferung sind für 2027 geplant. Jede Anlage kommt mit einem 15-jährigen Servicevertrag – ein Detail, das für die Bewertung des Unternehmens zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Servicegeschäft als Wachstumsstütze

Langfristige Serviceverträge sind für Nordex kein Beiwerk, sondern Strategie. Sie liefern planbare, wiederkehrende Einnahmen und dämpfen die zyklischen Schwankungen im Projektgeschäft. Der heutige Auftrag setzt dieses Muster fort: wpd hatte bereits im September 2025 rund 126 MW bei Nordex bestellt – die erneute Entscheidung für den Hamburger Hersteller ist ein Vertrauensbeweis, der auch technologisch zu verstehen ist. Erstmals kommen nun auch Turbinen des Typs N175/6.X zum Einsatz, montiert auf Hybridtürmen mit 179 Metern Nabenhöhe.

Operativ läuft es bei Nordex rund. Im Gesamtjahr 2025 stieg der Auftragseingang um 22,5 Prozent auf 10,21 GW – ein neuer Rekord. Die EBITDA-Marge verdoppelte sich von 4,1 auf 8,4 Prozent. Damit erreichte das Unternehmen sein mittelfristiges Margenziel ein Jahr früher als geplant. Die Reaktion des Managements: Das neue Ziel liegt bei 10 bis 12 Prozent. Für 2026 erwartet Nordex Erlöse zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro.

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Starke Rally, kritischer Blick auf die Bewertung

Die Aktie spiegelt diese Entwicklung wider. Seit dem Tief im April 2025 hat sie sich mehr als verdreifacht, seit Jahresbeginn liegt das Plus bei rund 44 Prozent. Mit einem Kurs von 43,26 Euro notiert sie nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch.

Genau hier setzt die Skepsis von Bernstein Research an. Das Analysehaus hat Nordex mit „Market-Perform" und einem Kursziel von 40 Euro aufgenommen. Die operative Trendwende, die ehrgeizigeren Mittelfristziele und die erstmals angekündigte Ausschüttungspolitik – all das sei im aktuellen Kurs bereits eingepreist, so die Einschätzung.

Politischen Rückenwind gibt es dennoch: Die Bundesregierung hat das Ausbauziel von 10 GW Onshore-Wind pro Jahr bestätigt, was Deutschland mittelfristig zum drittgrößten Windmarkt weltweit machen würde.

Ob die Jahresziele erreichbar sind, wird der Q1-Bericht am 27. April zeigen. Dann dürfte auch klar werden, ob die aktuelle Bewertung durch die operative Entwicklung weiter untermauert werden kann.

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