Nel ASA hat 2025 gleichzeitig seinen größten Quartalsverlust und einen der stärksten Auftragseingang der Unternehmensgeschichte verbucht. Dieser Widerspruch spiegelt den Zustand des gesamten Wasserstoffsektors wider — und stellt Anleger vor eine klare Frage: Wann folgen den Bestellungen die Umsätze?

Verluste mit Erklärung

Der Jahresumsatz 2025 fiel auf 963 Millionen NOK — ein Rückgang von rund 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettoverlust von 1,27 Milliarden NOK übersteigt den Vorjahreswert um mehr als 400 Prozent. Der Haupttreiber waren jedoch keine operativen Misserfolge, sondern nicht-zahlungswirksame Abschreibungen auf Produktionsanlagen für die ältere alkalische Technologie sowie auf Goodwill und immaterielle Vermögenswerte. Nel zieht damit einen Schlussstrich unter die erste Technologiegeneration.

Parallel dazu schrumpfte die Belegschaft von 430 auf 346 Vollzeitstellen, was die Personalkosten um 12 Prozent auf 569 Millionen NOK drückte.

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Auftragseingang als Gegengewicht

Das eigentlich marktbewegende Signal kam aus dem Auftragsbuch. Allein im vierten Quartal 2025 sicherte sich Nel Verträge im Wert von 686 Millionen NOK — ein Anstieg von 364 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und das zweitbeste Quartal der Unternehmensgeschichte. Rund 93 Prozent dieser Bestellungen entfielen auf die PEM-Elektrolyseur-Sparte.

Die Liquidität zum Jahresende lag bei rund 1,6 Milliarden NOK, nach 1,9 Milliarden NOK Ende 2024. Der Rückgang spiegelt die laufenden Investitionen in die neue Technologieplattform wider.

Herøya als strategischer Anker

Im Dezember 2025 genehmigte der Vorstand die Industrialisierung der nächsten Generation druckbeaufschlagter alkalischer Elektrolyseure am Standort Herøya — eine Technologie, die seit 2018 entwickelt wird und die Prototypenphase erfolgreich abgeschlossen hat. Die erste Ausbauphase auf ein Gigawatt Kapazität erfordert rund 300 Millionen NOK Investition, von denen der EU-Innovationsfonds bis zu 135 Millionen Euro übernimmt. Der Markteintritt ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant, größere Liefermengen werden ab 2027 erwartet. Langfristig zielt Nel auf eine Jahreskapazität von vier Gigawatt am Standort.

Nächste Termine

Der entscheidende Test liegt in der Umwandlung des Auftragsbestands in Umsatz. Zwei Termine geben dazu bald Aufschluss: Die Hauptversammlung findet am 10. April 2026 statt, der Q1-Bericht folgt am 22. April. Bis dahin befindet sich Nel in der vorgeschriebenen Stillhalteperiode, in der das Management keine Investorengespräche führt. Die Halbjahreszahlen am 15. Juli werden zeigen, ob der Auftragsrekord aus dem Schlussquartal 2025 tatsächlich in Erlöse mündet.

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