Plug Power muss nachsitzen. Das Wasserstoff-Unternehmen hat seine außerordentliche Hauptversammlung auf den 5. Februar verschoben, da für entscheidende Beschlüsse die notwendige Beteiligung fehlte. Im Zentrum steht eine geplante Erhöhung der genehmigten Aktienanzahl – scheitert dieser Plan, hat das Management bereits eine unbeliebte Alternative angekündigt.

Fehlende Stimmen erzwingen Aufschub

Obwohl die anwesenden Aktionäre den Vorschlägen des Managements mit großer Mehrheit zustimmten, reichte die Gesamtbeteiligung nicht aus, um die gesetzlichen Hürden zu nehmen. Konkret geht es um zwei Kernpunkte: eine Modernisierung der Abstimmungsstandards und, für die finanzielle Flexibilität des Unternehmens deutlich wichtiger, die Verdopplung der genehmigten Aktien von 1,5 auf 3,0 Milliarden Stück.

Für diesen zweiten Vorschlag (Proposal 2) stimmten zwar fast 90 Prozent der abgegebenen Stimmen, doch repräsentierten diese lediglich 46,86 Prozent aller ausstehenden Aktien. Um die erforderliche Mehrheit aller ausstehenden Anteile zu erreichen, fehlen dem Unternehmen nach eigenen Angaben noch etwa 3,14 Prozent der Stimmen. Die Versammlung wurde daher auf den kommenden Donnerstag, den 5. Februar 2026, vertagt, um weitere Aktionäre zur Teilnahme zu bewegen.

Drohender Reverse Split

Der Druck auf das Management und die Aktionäre ist hoch. Sollte die Erhöhung des genehmigten Kapitals auch im zweiten Anlauf scheitern, hat Plug Power bereits einen „Plan B“ kommuniziert: Das Unternehmen würde in diesem Fall einen Reverse Stock Split (Aktienzusammenlegung) durchführen.

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Dieser Schritt würde die Anzahl der ausstehenden Aktien verringern und somit technisch wieder Spielraum für die Ausgabe neuer Anteile schaffen. Das Management betonte jedoch, dass die reguläre Erhöhung der Aktienanzahl (Proposal 2) die aktionärsfreundlichere Variante sei. Die Aktie notiert aktuell bei 2,38 US-Dollar und liegt damit trotz eines Anstiegs seit Jahresbeginn noch deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 3,51 US-Dollar.

Operativer Lichtblick in Portugal

Abseits der Governance-Probleme vermeldete Plug Power einen operativen Erfolg in Europa. Am 23. Januar schloss das Unternehmen die Installation von 100 Megawatt (MW) Elektrolyseur-Kapazität in der Raffinerie von Galp im portugiesischen Sines ab. Es handelt sich um eines der größten Projekte für erneuerbaren Wasserstoff in Europa.

Die Anlage soll in den kommenden Monaten in Betrieb gehen und weist folgende Eckdaten auf:

  • Kapazität: Bis zu 15.000 Tonnen grüner Wasserstoff pro Jahr.
  • Substitution: Ersetzt etwa 20 Prozent des grauen Wasserstoffs der Raffinerie.
  • Klimaschutz: Reduktion von jährlich 110.000 Tonnen Treibhausgasen.

Für Anleger richtet sich der Blick nun primär auf den 5. Februar. Sollte die Mobilisierung der fehlenden Stimmen bis dahin nicht gelingen, dürfte die Diskussion um den Reverse Split die kurzfristige Stimmung prägen, bevor am 2. März die Quartalszahlen erwartet werden.

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