Broadcom liefert gerade den Beweis, dass der KI-Boom nicht nur ein Schlagwort ist, sondern in harten Zahlen ankommt. Das Unternehmen hat im Quartal deutlich besser abgeliefert als erwartet – und gleich noch ein großes Aktienrückkaufprogramm obendrauf gelegt. Doch was steckt hinter dem Tempo beim KI-Geschäft, und wie belastbar ist der Ausblick?

Rekordquartal – und viel Cash

Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 (per 1. Februar) meldete Broadcom einen neuen Umsatzrekord von 19,31 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 29% zum Vorjahr. Auch beim Ergebnis übertraf der Konzern die Erwartungen: Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,05 US-Dollar, ebenfalls über dem Konsens.

Auffällig stark blieb die Cash-Maschine. Aus dem operativen Geschäft flossen 8,26 Milliarden US-Dollar, nach Investitionen ergab sich ein Free Cashflow von 8,01 Milliarden US-Dollar. Das entsprach rund 41% des Umsatzes – eine Quote, die Dividenden und Rückkäufe bequem trägt.

KI-Umsatz verdoppelt – Chipgeschäft legt massiv zu

Der zentrale Treiber war das KI-Geschäft. Die KI-bezogenen Erlöse stiegen im Quartal auf 8,4 Milliarden US-Dollar und damit um 106% gegenüber dem Vorjahr – laut CEO Hock Tan getrieben durch starke Nachfrage nach kundenspezifischen KI-Beschleunigern und KI-Netzwerktechnik.

Entsprechend zog das Halbleitergeschäft insgesamt kräftig an: 12,5 Milliarden US-Dollar Umsatz, plus 53% zum Vorjahr. Interessant: Umsätze mit Nicht-KI-Chips waren mit 4,1 Milliarden US-Dollar „stabil“. Das unterstreicht, wo das Wachstum derzeit herkommt.

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Die Software-Sparte (CA, Symantec Enterprise und VMware) wuchs dagegen nur leicht um 1% auf 6,8 Milliarden US-Dollar, wobei VMware mit 13% Wachstum positiv herausstach.

Starker Ausblick: Q2 soll noch schneller werden

Noch wichtiger als das Quartal selbst war die Prognose. Für das zweite Quartal stellt Broadcom rund 22 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht – klar über den Markterwartungen. Gleichzeitig peilt das Management eine bereinigte Marge von 68% an.

Beim KI-Segment wird der Ton noch ambitionierter: Broadcom erwartet, dass der KI-Halbleiterumsatz im zweiten Quartal um 140% auf 10,7 Milliarden US-Dollar steigt. Die Botschaft ist eindeutig: Das Wachstum soll sich kurzfristig sogar weiter beschleunigen.

100-Milliarden-Ziel und mehr Rückflüsse an Aktionäre

Tan legte zudem eine langfristige Messlatte: Broadcom habe „Sichtlinie“, bis 2027 allein mit KI-Chips mehr als 100 Milliarden US-Dollar Umsatz zu erzielen. Als Argument führte er an, dass Hyperscaler und KI-Firmen zwar eigenes Silicon entwickeln wollen, in der Praxis aber an Talent, Produktion, Packaging und Netzwerk-Integration scheitern könnten.

Parallel stärkt der Konzern das Kapitalrückgabe-Programm: Der Vorstand genehmigte ein neues Aktienrückkaufprogramm über 10 Milliarden US-Dollar bis zum 31. Dezember 2026. Zudem wurde eine Quartalsdividende von 0,65 US-Dollar je Aktie beschlossen (Zahltag 31. März 2026, Stichtag 23. März).

Am Markt kam diese Kombination aus starken Zahlen, hohem Cashflow, optimistischer Prognose und Buyback gut an: Die Aktie sprang heute um 5,44% auf 287,65 €.

Zum nächsten Quartal wird es dann wieder konkret: Broadcom muss im zweiten Quartal zeigen, dass der angehobene Wachstumspfad – inklusive 10,7 Milliarden US-Dollar KI-Halbleiterumsatz – nicht nur eine starke Prognose ist, sondern lieferbar bleibt.

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