Plug Power steht mit Beginn dieser Woche vor einer entscheidenden Weichenstellung. Während der Kurs zum Handelsende am Freitag noch Lebenszeichen sendete, kämpft das Wasserstoff-Unternehmen im Hintergrund gegen einen massiven Liquiditätsengpass. Am 29. Januar müssen die Aktionäre über das zukünftige Schicksal abstimmen – und die Wahl zwischen Pest und Cholera dürfte vielen Anlegern schwerfallen.

Dramatischer Engpass bei der Finanzierung

Der Kern des Problems ist so simpel wie bedrohlich: Dem Unternehmen gehen die Aktien aus, um frisches Kapital am Markt zu beschaffen. Laut den veröffentlichten Unterlagen zur Hauptversammlung sind derzeit weniger als 0,4 Prozent der genehmigten Anteile noch verfügbar. Um die Kassen wieder füllen zu können, fordert das Management nun die Erlaubnis, die Anzahl der genehmigten Stammaktien von 1,5 Milliarden auf 3,0 Milliarden zu verdoppeln.

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Die Wahl: Verwässerung oder Reverse Split

Das Management stellt die Investoren vor ein hartes Ultimatum. Stimmen sie der massiven Erhöhung der Aktienanzahl zu, droht eine erhebliche Verwässerung ihrer bisherigen Anteile. Lehnt die Hauptversammlung den Vorschlag jedoch ab, hat Plug Power bereits den Plan B verkündet: einen Reverse Stock Split (Aktienzusammenlegung).

Dieser Schritt wird an der Börse oft als Warnsignal für angeschlagene Unternehmen gewertet. Die Dringlichkeit der Lage spiegelt sich auch im Kursbild wider. Trotz eines Anstiegs auf 2,36 US-Dollar am Freitag notiert das Papier weiterhin rund 33 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom Oktober 2025. Auch die europäischen Handelsplätze signalisierten am Wochenende bereits wieder erhöhte Volatilität.

Der 29. Januar wird damit zum Stichtag für die Zukunft des Unternehmens. Das Votum der Aktionäre entscheidet direkt darüber, ob Plug Power den Weg über eine massive Kapitalerhöhung gehen kann oder durch technische Maßnahmen wie den Reverse Split versuchen muss, sein Börsenlisting und die Liquidität zu retten.

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