Während Plug Powers CFO Paul Middleton diese Woche auf der Roth Annual Growth Conference in Dana Point, Kalifornien, institutionellen Investoren Rede und Antwort steht, läuft im Hintergrund eine Uhr. Am 3. April endet die Frist, bis zu der sich Kläger als Lead Plaintiff in einer Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs melden können.

Vorwurf: Falsche Angaben zum DOE-Kredit

Die Kanzlei Bleichmar Fonti & Auld LLP wirft Plug Power und mehreren Führungskräften vor, Investoren zwischen Januar und November 2025 in die Irre geführt zu haben. Konkret geht es um die Darstellung eines 1,66-Milliarden-Dollar-Kreditgarantie des US-Energieministeriums (DOE). Laut Klageschrift hatten die Beklagten die Wahrscheinlichkeit, dass diese Mittel tatsächlich fließen würden, wesentlich zu optimistisch dargestellt.

Als das Unternehmen im November 2025 zunächst die Aussetzung der DOE-Aktivitäten ankündigte, fiel die Aktie um 3,4 Prozent. Drei Tage später, nach Berichten über den Stopp der geplanten Wasserstoffproduktionsanlagen, folgte ein Einbruch von 17,6 Prozent.

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Operative Fortschritte als Gegengewicht

Abseits der rechtlichen Auseinandersetzung zeigt die Restrukturierung erste Wirkung. Im vierten Quartal 2025 erzielte Plug Power einen Bruttogewinn von 5,5 Millionen Dollar — nach einem Bruttoverlust von 233 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Jahresumsatz 2025 stieg auf rund 710 Millionen Dollar, ein Plus von knapp 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zudem hat das Unternehmen eine Vereinbarung zum Verkauf des Project-Gateway-Geländes im New Yorker STAMP-Industriepark an Stream Data Centers abgeschlossen. Der Deal soll Bruttoerlöse von mindestens 132,5 Millionen Dollar einbringen und ist Teil eines größeren Programms, das auf Liquiditätsverbesserungen von mehr als 275 Millionen Dollar abzielt. Der Abschluss wird bis spätestens 30. Juni 2026 erwartet.

Ehrgeizige Ziele, skeptische Analysten

Das Management hält an seinem Fahrplan fest: positives EBITDAS bis Ende 2026, positives operatives Ergebnis bis Ende 2027, volle Profitabilität bis Ende 2028. Wells-Fargo-Analyst Michael Blum zweifelt daran — er hält EBITDA-Profitabilität erst für Ende 2027 realistisch. Zudem sei das Umsatzwachstumsziel für 2026 von rund 13 Prozent weniger als halb so hoch wie von der Wall Street erwartet.

Mit dem 3. April als nächstem juristischen Fixpunkt und der laufenden Investorenoffensive steht das Management unter Druck, beide Fronten gleichzeitig zu bespielen.

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