Plug Power liefert operative Fortschritte — und bekommt gleichzeitig erneut juristischen Gegenwind. Am 20. März 2026 meldete die Kanzlei Bleichmar Fonti & Auld LLP eine Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs gegen das Unternehmen und mehrere leitende Manager. Die Klage überschattet eine Aktie, die sich zuletzt spürbar erholt hatte.

Was hinter der Klage steckt

Im Kern werfen die Kläger Plug Power vor, Investoren über die Aussichten auf Mittel aus einem Kreditprogramm des US-Energieministeriums (DOE) getäuscht zu haben. Der Vorwurf: Das Unternehmen habe die Wahrscheinlichkeit, DOE-Gelder abzurufen und Wasserstoffproduktionsanlagen zu errichten, falsch dargestellt.

Den größten Kurseinbruch im Zusammenhang mit dieser Affäre gab es am 14. November 2025 — ein Minus von rund 17 Prozent. Ausgelöst wurde er durch die Nachricht, dass Plug Power die Aktivitäten unter dem DOE-Kreditprogramm ausgesetzt hatte. Damit stand ein bereits abgeschlossenes Darlehen über 1,66 Milliarden Dollar auf dem Spiel. Anleger, die an der Sammelklage teilnehmen wollen, müssen sich bis zum 3. April 2026 beim zuständigen Bundesgericht im Nördlichen Bezirk New York melden.

Operative Wende, aber hohe Verluste

Parallel zur juristischen Auseinandersetzung zeigen die Geschäftszahlen echte Fortschritte. Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 17,6 Prozent auf 225,2 Millionen Dollar. Wichtiger noch: Der Bruttogewinn drehte auf plus 5,5 Millionen Dollar — nach einem Bruttoverlust von 233 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2025 wuchs der Umsatz um 12,9 Prozent auf rund 710 Millionen Dollar.

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Dennoch steht unter dem Strich ein Nettoverlust von 1,6 Milliarden Dollar für 2025, maßgeblich verursacht durch nicht-zahlungswirksame Wertminderungen in Höhe von 763 Millionen Dollar auf aufgegebene Expansionsprojekte.

Liquidität durch Asset-Verkäufe

Um den Betrieb durch 2026 zu finanzieren, setzt Plug Power auf ein mehrstufiges Programm zur Veräußerung von Vermögenswerten. Eine bereits unterzeichnete Vereinbarung mit Stream Data Centers soll Bruttoerlöse von mindestens 132,5 Millionen Dollar bringen — Teil eines Gesamtpakets, das über 275 Millionen Dollar an Liquiditätsverbesserungen generieren soll. Das Closing dieser ersten Transaktion ist bis spätestens 30. Juni 2026 geplant; zwei weitere Transaktionen sollen ebenfalls in der ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden. Ende 2025 verfügte das Unternehmen über 368,5 Millionen Dollar an freien Mitteln.

Unter Analysten gehen die Einschätzungen auseinander: Wells Fargo erhöhte das Kursziel zwar auf 2 Dollar, senkte aber die Umsatzwachstumsprognose für 2026 auf 11 Prozent und erwartet ein negatives EBITDA von 278 Millionen Dollar. Roth Capital hingegen hält an einem Kursziel von 3,50 Dollar und einem Kaufvotum fest — mit Verweis auf die verbesserten Margen und den Restrukturierungsfortschritt.

CEO Jose Luis Crespo, seit dem 2. März 2026 im Amt, bekräftigte die Unternehmensziele: positives EBITDAS im vierten Quartal 2026, operativer Gewinn bis Ende 2027 und vollständige Profitabilität ab 2028. Ob die Klage diesen Zeitplan beeinflusst, wird sich spätestens nach dem Ablauf der Klagefrist am 3. April zeigen.

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