Der Wasserstoff-Spezialist Plug Power steckt in einem fundamentalen Umbruch. Während der neue Vorstandschef Jose Luis Crespo erste operative Erfolge und verbesserte Margen vorweisen kann, holt die Vergangenheit das Unternehmen ein. Mehrere Sammelklagen wegen angeblich irreführender Aussagen zu einem milliardenschweren Regierungskredit überschatten aktuell die Fortschritte bei der Sanierung der Bilanzen.

Der Streit um die Regierungsgelder

Im Zentrum der juristischen Auseinandersetzungen steht ein geplantes Darlehen des US-Energieministeriums (DOE) in Höhe von 1,66 Milliarden US-Dollar. Investoren werfen dem Management vor, die Wahrscheinlichkeit für den Erhalt dieser Mittel im Jahr 2025 deutlich zu optimistisch dargestellt zu haben. Im November vergangenen Jahres hatte Plug Power die Bemühungen um den Kredit überraschend auf Eis gelegt, um stattdessen einen Deal mit einem Rechenzentrumsbetreiber zu verfolgen. Bis zum 3. April 2026 können sich geschädigte Anleger nun für eine Führungsrolle in der Sammelklage bewerben.

Operative Fortschritte unter neuer Führung

Abseits der Gerichtssäle zeigt die strategische Neuausrichtung erste messbare Erfolge. Unter der Führung des neuen CEOs Jose Luis Crespo, der das Amt Anfang März nach einem monatelangen Übergangsprozess von Andy Marsh übernahm, stieg der Jahresumsatz 2025 um knapp 13 Prozent auf rund 710 Millionen US-Dollar. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung der Profitabilität: Im vierten Quartal 2025 erzielte der Konzern eine positive Bruttomarge von 2,4 Prozent, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein massiver Verlust von über 120 Prozent zu Buche stand.

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Frisches Kapital durch Anlagenverkäufe

Um die angespannte Liquiditätssituation weiter zu entschärfen, wandelt Plug Power derzeit Infrastruktur in Bargeld um. Eine verbindliche Vereinbarung mit Stream Data Centers soll kurzfristig mindestens 132,5 Millionen US-Dollar in die Kassen spülen. Insgesamt plant das Management, durch solche Monetarisierungen in diesem Jahr über 275 Millionen US-Dollar freizusetzen.

Am Aktienmarkt spiegelt sich diese gemischte Nachrichtenlage wider. Nach einem starken Kursplus von fast 32 Prozent auf Monatssicht notiert das Papier aktuell bei 2,03 Euro und konsolidiert damit auf dem erreichten Niveau. Die jüngste Flut an Pressemitteilungen von Anwaltskanzleien scheint die laufende Erholungsrally vorerst gestoppt zu haben.

Das Unternehmen strebt bis Ende 2026 ein positives operatives Ergebnis (EBITDAS) an. Der Weg dorthin erfordert eine strikte Kostendisziplin und den erfolgreichen Abschluss der geplanten Infrastrukturverkäufe. Gleichzeitig zwingen die laufenden Gerichtsverfahren das Management künftig zu einer deutlich vorsichtigeren Kommunikation bei der Vergabe von Großprojekten und staatlichen Fördergeldern.

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